zur Navigation springen
Zeitung für die Landeshauptstadt

15. Dezember 2017 | 17:14 Uhr

Stralendorf : Obstbäumen geht es an die Krone

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Der Pflegeschnitt auf der Plantage in Stralendorf ist wegen des günstigen Wetters bereits beendet, in Wittenburg sind die Männer noch dabei

von
erstellt am 19.Feb.2015 | 16:00 Uhr

Früher als gedacht hat der Obstbau Stralendorf einen Großteil seiner Pflegearbeiten bereits abgeschlossen. „Mit diesen Arbeiten sind wird hier durch“, sagt Obstbau-Chef Walter Strube. Das Wetter sei so günstig gewesen. Daher konnten die Männer schon im November loslegen, sie hatten bis Anfang Februar zu tun. Nur auf den Plantagen in Wittenburg werde noch geschnitten. Der Aufwand insbesondere bei den Apfelbäumen sei diesmal höher gewesen, sagt Strube. Der Grund: Es hingen wesentlich weniger Früchte an den Bäumen. Daher ging die Kraft verstärkt ins Holz.

An das vergangene Obstjahr denkt Strube ungern. „Es war kein gutes. Wir haben weniger Äpfel eingefahren als in den Jahren zuvor. Und der Preis war auch noch schlecht.“ Stralendorf habe daher mehr eigene Äpfel zu Saft verarbeiten lassen und diesen eingelagert.

Ob es in diesem Jahr wesentlich besser wird, kann Walter Strube natürlich nicht voraussagen, er habe aber seine Zweifel. Denn der Ansatz der Blütenknospen verspreche keine reiche Ernte. Das habe ein Test gezeigt. „Wir schneiden Zweige ab und stellen sie in eine Vase mit Wasser. Bei Zimmertemperatur lassen wir die Äste vortreiben, sie sind der Natur dann vier bis sechs Wochen voraus.“ So lasse sich erkennen, wie stark der Blütenbesatz der einzelnen Obstsorten ist. Danach richten die Stralendorfer übrigens auch den Baumschnitt aus. Sind wenig Blütenknospen entwickelt, wird eher behutsam geschnitten. Sind viele Knospen zu erkennen, darf der Kulturschnitt auch großzügiger ausfallen, erklärt der Fachmann. Die Proben haben gezeigt, dass der Ansatz der Blütenknospen nur durchschnittlich ausgeprägt ist – sowohl bei Kern- als auch bei Steinobst.

Auf Grund der stabilen Witterung konnten die Kleingärtner in den zurückliegenden Monaten neue Obstbäume pflanzen, erzählt Strube. Gefragt gewesen seien nahezu alle Sorten, auch alte Sorten wie Jonagold, Roter Boskoop, Gelber Köstlicher.

Die Wintermonate nutzt der Obstbau Stralendorf auch, um Sonderkurse für Motorkettensägen anzubieten. Der nächste Lehrgang startet am Sonnabend um 8 Uhr. Zunächst geht es um Theorie, am darauffolgenden Sonnabend um Praxis. Jeder Teilnehmer wird einen Baum im Wald fällen und zerlegen – natürlich nur unter fachlicher Anleitung, betont der Obstbaumchef. Diese Kurse seien immer wieder gefragt. Auch Mitglieder der freiwilligen Feuerwehren können hierbei das Handwerk im Umgang mit der Motorsäge lernen. Anmeldungen bzw. Auskünfte gibt es unter Telefon 03869-7429.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen