Postenwechsel in Schwerin : OB will Finanzchef werden

Im Schweriner Stadthaus ändern sich die Zuständigkeiten: Oberbürgermeister Rico Badenschier übernimmt das Finanzressort, der bislang dafür zuständige Dezernent Andreas Ruhl kümmert sich dafür in Zukunft um die Kultur.
Im Schweriner Stadthaus ändern sich die Zuständigkeiten: Oberbürgermeister Rico Badenschier übernimmt das Finanzressort, der bislang dafür zuständige Dezernent Andreas Ruhl kümmert sich dafür in Zukunft um die Kultur.

Posten-Rochade im Stadthaus: Andreas Ruhl soll Kulturbereich übernehmen

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30. November 2017, 21:00 Uhr

Oberbürgermeister Rico Badenschier krempelt die Stadtverwaltung um. Er wird von seinem zweiten Stellvertreter das Finanzressort übernehmen. Andreas Ruhl kümmert sich dafür in Zukunft um die Kultur, die bisher beim Oberbürgermeister angesiedelt war. „Dadurch bekommen wir eine bessere Struktur der Verwaltung“, sagte Badenschier im Gespräch mit unserer Zeitung. Die Verwaltungssteuerung, die bereits zum OB gehört, werde mit der Finanzsteuerung zusammengeführt. „Das ergibt mehr Sinn, weil beide Ressorts zusammengehören.“

Badenschier hat noch mehr Argumente für den Ressortwechsel. „Andreas Ruhl vertritt auch die beiden Bereiche mit den höchsten Ausgaben: Soziales und Schulen. Es ist besser, wenn das getrennt wird.“ Außerdem werde Ruhl so entlastet, schließlich habe er zusätzlich viel Arbeit wegen der Flüchtlinge.

Der Oberbürgermeister hat aber auch einen persönlichen Grund, die Finanzwirtschaft in der Verwaltung zu übernehmen: „Ich bin eher zahlen- als textaffin.“ Er verweist auf seine Teilnahmen an Mathe-Olympiaden in Sachsen. „Und ich hatte während des Medizinstudiums auch Volkswirtschaftslehre belegt und habe an einer Fernuniversität einige Zeit Mathematik und Informatik studiert. Zahlen sind mein Ding.“

Dass das Finanzressort kein Bereich ist, für den man geliebt wird, ist auch Badenschier bewusst. Er will aber am Ende seiner Amtszeit in sechs Jahren daran gemessen werden, ob es „mit Schwerin aufwärts geht. Seit zwei Jahrzehnten ist die Stadt Haushaltssicherungs-Kommune. Das muss sich ändern.“

Der Oberbürgermeister tritt Vermutungen, er wolle Ruhl entmachten, entschieden entgegen. Davon könne keine Rede sein.

Auch der erste Stellvertreter des OB, Bernd Nottebaum, wurde gefragt, ob er einen neuen Zuschnitt seiner Aufgaben wünsche. Doch der Baudezernent lehnte nach eigenen Worten ab. Er hätte gern das Thema Welterbebewerbung übernommen, doch das ist Rico Badenschier „zu wichtig, um es abzugeben“.

Die neue Verwaltungsstruktur wird auch von Hauptamtsleiter Hartmut Wollenteit ausdrücklich begrüßt. „Dadurch werden Bereiche zusammengeführt, die einfach zusammengehören.“

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