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Interkulturelle Wochen: : Oase der Vielfalt warb für Miteinander

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Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Interkulturelle Wochen: Schweriner Verbund für Soziale Projekte informierte in der Marienplatzgalerie über seine vielfältige Migrationsarbeit

svz.de von
erstellt am 18.Sep.2014 | 22:00 Uhr

Es ist ein fröhliches Bild mit leuchtenden Farben, das Manijeh Gharagozloo in der Marienplatzgalerie malt. Als Flüchtling kam die Iranerin vor zwei Jahren in die Bundesrepublik. „Ich sehe meine berufliche und private Zukunft in Deutschland“, betont Manijeh. Deshalb beteilige sie sich auch gern an der „Oase der Vielfalt“, die gestern im Einkaufszentrum in Schwerins Innenstadt für ein multikulturelles Miteinander in der Landeshauptstadt warb.

„Denke bunt“ – unter diesem Motto ermunterte Manijeh die Gäste, ihre Vision einer Gemeinschaft von unterschiedlichen Nationalitäten und Religionen mit Pinsel und Farbe auf eine Leinwand zu bringen. Besucher der Marienplatzgalerie konnten sich aber auch ganz klassisch auf ein rotes Sofa setzen und sagen, worauf es ihnen beim Thema Integration ankommt. Kleine Kärtchen mit Begriffen wie Akzeptanz, Zukunft oder Verantwortung halfen ihnen dabei. Wer wollte, durfte außerdem probeweise an einem „Einbürgerungstest“ teilnehmen. „Es ist gar nicht so einfach, alle Fragen richtig zu beantworten, auch wenn man schon lange in Deutschland lebt“, erklärte Virtyt Danqa, der vor 20 Jahren aus dem Kosovo in die Bundesrepublik einreiste. Wer wisse schon auf Anhieb, wer in Deutschland die Bundesminister ernenne und wie viele Mitgliedsstaaten gegenwärtig die Europäische Union zähle…

Organisiert wurde die „Oase der Vielfalt“ bereits zum dritten Mal vom Verbund für Soziale Projekte (VSP) in Schwerin – als Teil der Interkulturellen Wochen in der Landeshauptstadt. „Wir nutzen die Oase, um auf die Belange von Flüchtlingen aufmerksam zu machen und unsere Projekte für Zuwanderer vorzustellen“, sagte Angela Leymannek, die beim VSP das „Netzwerk Arbeit für Flüchtlinge“ leitet. Ziel des Netzwerkes in MV: Flüchtlingen in Arbeit und Ausbildung zu bringen. Rund 700 Zuwanderer würden derzeit betreut, so Leymannek. Dabei sei die Nachfrage nach Deutsch-Kursen in der jüngsten Vergangenheit deutlich gestiegen. Neben dem „Netzwerk Arbeit für Flüchtlinge“ präsentierten sich gestern in der Marienplatzgalerie auch der Integrationsfachdienst Migration, des Netzwerk Integration durch Qualifizierung MV und die Willkommens-AG.

„Wir brauchen in Mecklenburg-Vorpommern ein Willkommenscenter für Zuwanderer“, forderte Alla Winkler, die beim VSP das gleichnamige Projekt leitet. Sie rief alle Interessierten dazu auf, ihre Ideen bei dem Vorhaben einzubringen.






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