Staatstheater spielt die Neunte : Nur noch Stehplätze für Beethovens „Götterfunken“

Klangkörper mit langer Tradition und bestem Ruf: Die Musiker der Mecklenburgischen Staatskapelle Schwerin spielen am Montag und Silvester Beethovens neunte Sinfonie.
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Klangkörper mit langer Tradition und bestem Ruf: Die Musiker der Mecklenburgischen Staatskapelle Schwerin spielen am Montag und Silvester Beethovens neunte Sinfonie.

Die neunte Sinfonie wird als Sonderkonzert zum Jahreswechsel noch zweimal im Großen Haus des Staatstheaters aufgeführt

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29. Dezember 2013, 22:00 Uhr

Längst ist diese Sinfonie Kult geworden – vor allem, wenn Beethovens legendäre Neunte rund um Silvester erklingt. Denn mit „Freude schöner Götterfunken“ wird das Jahr musikalisch und stimmungsmäßig gekrönt, werden die Segel für hochfliegende Pläne und gute Vorsätze gesetzt, jubelt der Zuhörer innerlich mit Chor und Solisten mit. In Schwerin spielt die Staatskapelle heute Abend von 19.30 Uhr an unter Leitung von Daniel Huppert das berühmte Werk. Einige wenige Stehkarten für das Sonderkonzert zum Jahreswechsel gibt es an der Theaterkasse.

Dass sich Beethoven schon lange mit der Idee trug, Schillers Ode „An die Freude“ zu komponieren und zwar „groß und erhaben“, wirft ein Licht darauf, welch hohen Stellenwert der Idealismus des Dichters für ihn besaß. Ein „Gesamtkunstwerk“ aus Text und Musik schwebte ihm vor: „Philosophie in Tönen“. Auch wenn die Verwirklichung ihre Zeit brauchte, mit der Neunten setzte Beethoven seinem Schaffen die Krone auf. Ein Finale mit Chor und brillanten Soli, absolut schlüssig aus den vorangehenden Sätzen hervorwachsend, „durch Nacht zum Licht“.

Schillers wie Beethovens Ode „An die Freude“ feiern die Brüderlichkeit aller Menschen als Ziel und als Bedürfnis jedes Einzelnen. Das macht sie bis heute so aktuell und lässt den Zuhörer schwelgen in Idealen, die schon die Französische Revolution schürte. Beethovens Neunte wird auch am morgigen Dienstag noch einmal im Großen Haus erklingen und zwar ab 18 Uhr.

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