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Schwimmhallen-Neubau in Schwerin : Nur noch Baden auf Zeit in Lankow

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Die Tage der Lankower Schwimmhalle sind gezählt. Der Ortsbeirat sieht keine Chancen mehr für den Erhalt der Halle: Sie bleibt nur solange geöffnet, bis der Neubau auf dem Großen Dreesch fertig ist.

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erstellt am 14.Feb.2013 | 07:54 Uhr

Lankow | Die Lankower hängen an ihrer Schwimmhalle. Unsere Umfrage belegt es. Und doch sind die Tage des betagten Gebäudes gezählt: Wenn auf dem Großen Dreesch die neue Schwimmhalle eröff net wird, wird in der Lübec ker Straß e der letzte Stöpsel gezogen. Der Ortsbeirat werde sich dieser Entscheidung nicht mehr entgegenstemmen, sagte die Vorsitzende, Cordula Manow, jetzt nach einer Sitzung des Stadtteilgremiums im Schwimmhallen-Foyer. "Die Beschlusslage ist eindeutig." Neben der neuen Halle auf dem Dreesch die Lankower weiter zu betreiben, sei nicht realistisch, so Manow.

Martina Joachim, Abteilungsleiterin im Amt für Jugend, Schule und Sport, brachte die Stadtteilpolitiker zwischen Ticketautomat und Haartrocknern auf den neuesten Stand. Angesichts der fina nziellen Situation der Stadt könnten alle badefreudigen Schweriner froh da rüber sein, dass überhaupt das Geld für den Neubau einer Schwimmhalle bere it gestellt werde, betonte Joachim. Bis das Wasser auf dem Dreesch ein gelassen werde, stehe in der Landeshauptstadt noch die Halle in Lankow zur Verfügung, in der nach der Schließung der alten Dreesch-Halle allerdings auch alle Schüler und Vereinssportler ihre Bahnen ziehen.

Nach Angaben von Martina Joachim haben im Januar insgesamt 12 770 Besuc her die Lankower Schwimmhalle genut zt, darunter 4463 Vereinsmitglieder, 4791 Schüler und 3616 Bürger in den Schwimmzeiten für die Bevöl kerung. Im Januar vor einem Jahr hatte die Lankower Halle 10 488 Gäste gezählt, darunter 708 Vereinsmitglieder, 2228 Schüler und 7552 Bürger. "Die seit Jahresb eginn verlängerten Öffnungszeiten in der Lankower Halle haben sich bewährt", erklärte die Abteilungslei terin. Gleichwohl räumte sie ein, dass sich der Anteil des Bevölkerungsschwimmens im Vergleich zum Vorjahr halbiert habe.

"Viele Bürger fahren jetzt sogar bis nach Schleswig-Holstein, um in einer Halle zu schwimmen", sagte Ortsbeiratsmitglied Michael Bremer. Er warf noch einmal die Frage auf, warum die Stadt nicht für die Übergangszeit bis zur Fertigstellung der neuen Halle auf dem Dreesch die alte Halle in Stern Buchholz gemietet habe. "Etwa 65 000 Euro hätten wir in die Hand nehmen müssen, allein um die Halle aus ihrem Ruhezustand zu erwecken", rechnete Bäderbe triebsleiter Stefan Kuß vor, der ebenfalls an der Ortsbeiratssitzung teilnahm.


Im März sollen die Bagger rollen
Grosser Dreesch Die Abrissarbeiten an der ehemaligen Schwimmhalle auf dem Großen Dreesch sind im Plan. Nach umfangreichen Entkernungsarbeiten im Inneren der Halle sollen voraussichtlich Anfang März die Bagger anrollen. „Wenn der Rohbau bis zu den Wintermonaten steht, dann kann die neue Halle im Sommer kommenden Jahres eröffnet werden“, sagt Martina Joachim, Abteilungsleiterin im Amt für Jugend, Schule und Sport. Zwei Becken mit sechs bzw. vier Bahnen von jeweils 25 Metern Länge sind in dem künftigen Gebäude geplant. Auch einen kleinen Planschbereich für Kinder soll es geben.
Rund elf Millionen Euro wird die Landeshauptstadt in das neue Bad investieren. Dabei erhält sie Städtebaufördermittel von Bund und Land in Höhe von mehr als fünf Millionen Euro und eine so genannte Sonderbedarfszuweisung von 2,5 Millionen Euro. „Mit dem Neubau erhalten wir eine sportlich ausgezeichnete Halle, die für jeden Besucher etwas bietet“, erklärte Bäderbetriebsleiter Stefan Kuß im Dezember bei der Stilllegung der mehr als 30 Jahre alten jetzigen Halle auf dem Dreesch.

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