Leser des Monats : Nur die Sauna fehlt zum Glück

Die Leser des Monats November: Walter Tschuschner und Urslua Mieth-Tschuschner zelebrieren ihre SVZ-Lektüre morgens bei einem gemütlichen Frühstück.
Die Leser des Monats November: Walter Tschuschner und Urslua Mieth-Tschuschner zelebrieren ihre SVZ-Lektüre morgens bei einem gemütlichen Frühstück.

Ehepaar Tschuschner startet mit der SVZ seit Jahren gut informiert in den Tag: Das dynamische Duo hält sich durch Sport fit

svz.de von
30. November 2015, 18:12 Uhr

Sie gehen für ihr Leben gern tanzen, machen Sport, sind Mitglieder in der Karnevalsgesellschaft Winden und in der Volkssolidarität, haben jede Menge Freunde, besuchen ihre erwachsenen Kinder und Enkel, haben ein Bootshaus und fahren regelmäßig an die Ostsee: Ursula Mieth-Tschuschner und Walter Tschuschner haben auch als Rentner jede Menge um die Ohren. Doch für ein gemütliches Frühstück mit ausgiebiger SVZ-Lektüre nehmen sich die Eheleute jeden Tag reichlich Zeit. „Im Winter dehnen wir das manchmal bis zu zwei Stunden aus“, sagt Ursula Mieth-Tschuschner, unsere Leserin des Monats.

Der Lese-Morgen beginnt für ihn meist mit dem Rätsel-, für sie mit dem Lokalteil. Später werden die Seiten hin und her getauscht, sie macht das Sudoku, er liest ihr einzelne Artikel vor. Seit 1960 ist Ursula Mieth-Tschuschner Abonnentin der SVZ, ein Leben ohne Zeitung ist für sie fast unvorstellbar. Vor 55 Jahren kam sie nach Schwerin – geboren wurde die heute 76-Jährige allerdings jenseits der Oder im heutigen Polen. Nach Stationen in Berlin und Neuruppin zog sie 1960 mit ihrem Mann und ihrem ersten Kind nach Schwerin – der Wohnung und der schönen Seen wegen. Denn Ursula Mieth-Tschuschner war leidenschaftliche und erfolgreiche Seglerin, ergatterte sogar einen dritten Platz bei den Deutschen Meisterschaften im Segeln in den 50er-Jahren. „Damals gab es noch gar keine DDR-Meisterschaften“, sagt sie lächelnd und kann gar nicht fassen, wie schnell die Zeit vergangen ist.

Über einen Wohnungstausch kam sie nach Schwerin, über einen Krippenplatz kam die gelernte Bankkauffrau in den 60er-Jahren zum Klement-Gottwald-Werk, kurz KGW. Dort arbeitete sie sich im Laufe der Jahre bis an die Spitze, war seit Mitte der 90er-Jahre schließlich geschäftsführende Gesellschafterin. 2005 ging Ursula Mieth-Tschuschner in Rente.

Für das Segeln blieb bei Kindern und Karriere leider zu wenig Zeit. Ursula Mieth-Tschuschner und ihr Mann sind heute stattdessen oft mit ihrem eigenen Motorboot unterwegs.

Die 76 Jahre sieht man dem dynamischen Paar nicht an. Sportlich, aktiv und lebensfroh sind beide Eheleute, sie erzählen von heute genauso engagiert wie von alten Zeiten – als das Viertelpfund Kaffee noch 10 Mark und eine Ananas 20 Mark kosteten, als die Krippenplätze und Wohnraum rar, aber billig waren und Frau die Kleider für ihre Kinder selbst nähte.

Der SVZ bleibt das Ehepaar natürlich auch in diesem Jahrtausend treu und der Landeshauptstadt ebenfalls. Walter Tschuschner ist hier fast wunschlos glücklich: „Das einzige, was wir noch gerne hätten, wäre eine Sauna in der Schwimmhalle.“

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