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Trotz Wipfel-Landung : Note 1,3 für Projekt „Stratosphärenflug“

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Studenten fanden ihren Kamera-Ballon in Krebsfördener Baumwipfel wieder

Es war im Juli vergangenen Jahres, als zwei Studenten der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Hamburg ihr ungewöhnliches Studien-Projekt aus den Augen verloren. Doch die Geschichte ging gut aus für Christian Gruber und Jannis Radtke (wir berichteten) – und jetzt sprang sogar noch die Note 1,3 für ihre aufwändige Arbeit heraus.

Rückblende: Krebsförden, dieses Fleckchen Erde hatten die angehenden Medientechniker nicht auf ihrer Rechnung, als sie ihr Projekt vor einem Jahr bis ins Detail geplant hatten. Doch da sie ihren Ballon und die Styroporkugel samt Kamera unbedingt wieder haben wollten, führte kein Weg an diesem kleinen Waldstück in Schwerin vorbei. Auf die Reise geschickt hatte das Duo den Ballon zwei Tage zuvor in Schwarzenbek mit der Idee, einen Videofilm aus einer Höhe von bis zu 30 000 Metern zu produzieren. Helium brachte den alten Wetterballon in die Höhe, als er platzte, brachte ein Fallschirm die Konstruktion sicher wieder zurück auf die Erde. Ein Ortungssystem sollte die Beiden dann in die Nähe des Landeplatzes führen. Doch das Signal blieb aus. Die Probleme nicht.

Problem eins: Erst einen Tag später kam eine Peilung, doch nicht in dem zuvor errechneten Radius, sondern viel weiter weg – in Krebsförden. Problem zwei: Der Ballon war erst nicht zu finden. Problem drei: Als Jannis Radtke ihn entdeckte, konnte er ihn nicht bergen, denn der Fallschirm hing nebst Ladung im Wipfel einer 20 Meter hohen Kiefer. Die Studenten riefen einen Baumkletterer an – und der Gadebuscher Marco Kern machte sich erst auf den Weg nach Schwerin und dann auf ins Blätterdach. Nach 13 Minuten waren Ballon und Kamera gerettet. „Alles unversehrt“, stellten die beiden Studenten fest.

Dann konnten sie sich an die Auswertung ihrer Arbeit machen, schnitten einen sieben Minuten langen Film mit sehenswerten Luftaufnahmen und wurden dafür mit der Note 1,3 belohnt. „Und damit sind wir sehr zufrieden“, sagt Jannis Radtke.

Wer sich die interessanten Bilder aus luftiger Höhe ansehen möchte, kann dies im Internet auf dem Youtube-Kanal „Jannis Radtke“ machen.

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erstellt am 15.Apr.2014 | 23:00 Uhr

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