Weihnachtsbaum-Verkauf : Nordmanntanne ist der Stuben-Renner

Vater und Sohn in Aktion:  Dieter und David Schaffrin verpacken eine Nordmanntanne für den Transport. Im Netz bleibt der Baum bis zum Fest frisch.  Fotos: Mett/Weiberg
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Vater und Sohn in Aktion: Dieter und David Schaffrin verpacken eine Nordmanntanne für den Transport. Im Netz bleibt der Baum bis zum Fest frisch. Fotos: Mett/Weiberg

Adventsmärkte mit Weihnachtsbaum-Verkauf locken am Wochenende nach Langen Brütz, Jamel, Bahlenhüschen, Gädebehn und Stralendorf

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12. Dezember 2013, 18:29 Uhr

Ursprünglich stammt sie aus dem Kaukasus, doch zu Weihnachten steht Abies nordmanniana in fast jeder guten Stube in Deutschland: die Nordmanntanne. „Als Weihnachtsbaum ist sie inzwischen klar die Nummer 1“, sagt Dieter Schaffrin. Die satte grüne Farbe, die nicht so pieksigen Nadeln, der meist regelmäßige, dichte Wuchs – diese Eigenschaften in Summe sind der Grund für den Siegeszug des Einwanderers. Das hört Dieter Schaffrin aus Langen Brütz Jahr für Jahr von immer mehr Kunden. „Natürlich gibt es auch bei uns noch Fichten, Kiefern und Colorado-Tannen“, ergänzt Sohn David. „Aber das sind fast schon Liebhaberstücke.“

Die Langen Brützer Familie verkauft derzeit wieder unzählige Schmuckstücke direkt von der Plantage neben dem Bauernhaus im Kleefelder Weg und am Stand neben der Schweriner Schelfkirche. Doch die reichen nicht aus. Alle Jahre wieder holt Dieter Schaffrin hunderte frisch geschlagene Bäume aus Dänemark. Schließlich soll jeder die Chance haben, bis Weihnachten seinen Traumbaum zu finden. Bis zum 23. Dezember läuft der Verkauf täglich von 9 bis 18 Uhr, am 24. Dezember noch bis zum Mittag. Doch der Weihnachtsbaum-Verkauf ist für Familie Schaffrin mehr als nur ein Geschäft. „Auf unserer fünf Hektar großen Plantage kann sich jeder seinen Baum aussuchen, bevor er gefällt wird“, erzählt David Schaffrin. Doch einige Bäume sind tabu – die ganz jungen. Denn Lücken in der Baumreihen werden immer wieder geschlossen. Und diese Bäume sollen erst noch heranreifen. Höhepunkt in der Weihnachtsbaum-Zeit bei Schaffrin ist aber das große Adventsfest, das am Sonntag von 10 bis 18 Uhr an der Plantage gefeiert wird. Dann gibt es nicht nur Bäume, sondern auch ein buntes Markttreiben. Und mit etwas Glück gibt es am Sonntag hier sogar einen Weihnachtsbaum geschenkt: „Bei der Tombola werden fünf Stück verlost“, kündigt Dieter Schaffrin an.

Am dritten Advents-Wochenende wird rund um Schwerin aber mehr als ein Weihnachtsbaum-Fest gefeiert. Die Förstereien von Jamel und Bahlenhüschen laden am Sonnabend und Sonntag ein. Los geht es jeweils um 10 Uhr. „Bei uns im Revier Friedrichsmoor sind wir mit den Vorbereitungen im Schlussspurt“, berichtet Revierförster Gerd Weiberg aus Jamel. Die Bäume werden aus den heimischen Wäldern geholt – natürlich auch Nordmanntannen. Doch es gibt auch Küstentannen, Blaufichten, Kiefern und Fichten. Rund um das Forsthaus von Jamel gibt es ein kleines Markttreiben. Als besondere Geschenkideen werden Marmeladen, Liköre und auch Tees angeboten. Ähnlich sieht es auf dem Forsthof von Bahlenhüschen aus. Hier findet das Markttreiben an und in der sanierten Forstscheune statt, in der auch Kunsthandwerk und Kinderspielzeug zu finden ist.

Und auch der Forsthof von Gädebehn verwandelt sich wieder in einen großen Adventsmarkt. Am Sonntag findet hier zwischen 10 und 15 Uhr der große Weihnachtsbaumverkauf statt. Auch hier werden die Bäume derzeit geerntet. Darüber hinaus gibt es Wildbraten, diverse Wurstwaren und Schinken. Die Entenfarm Kobande bietet frisches Geflügel aus eigener Produktion an. Auch Fischer Walter Piehl aus Neu Schlagsdorf ist mit einem Verkaufs- und Räucherstand vertreten. Abgerundet wird das Angebot des kleinen Weihnachtsmarktes durch Käse, Felle, Strickwaren sowie weihnachtliche Kleinigkeiten. Schwein am Spieß, Bratwurst, Suppe sowie Glühwein und Tee werden für die erforderliche Stärkung vor und nach dem Baumaussuchen sorgen. Wer nicht so lange warten will, kann bereits heute zwischen 10 und 14 Uhr einen Baum in Gädebehn erwerben. „Auch so manches Gespräch mit dem Förster zu Wald, Natur, Jagd, Forst und Holz gehören zum Adventsmarkt am Forstamt Gädebehn dazu“, betont Forstamtsleiter Ingo Nadler. Traditionell ist der Sonnabend vor den dritten Advent der Verkaufstag an den Revierförstereien des Forstamtes Gädebehn. Morgen zwischen 10 und 15 Uhr werden Bäume an der Forstbaumschule an der Straße nach Kobande und an den Revierförstereien Jülchendorf, Barnin und in Raben Steinfeld verkauft. Überall hier wird für das leibliche Wohl gesorgt sein. Der Verkauf in Dabel findet am Sonntag von 9 bis 12 Uhr statt.

Auch das Gelände vom Obstbau in Stralendorf verwandelt sich in einen Weihnachtsmarkt. Dieser wird am Sonntag um 9 Uhr von Jagdhornbläsern eröffnet. Neben dem Markttreiben und vielen Ständen mit kulinarischen Angeboten gibt es ein kulturelles Programm. So wird der Chor aus Dümmer um 10 Uhr singen. Kinder aus der Pampower Kita bereiten ebenfalls ein Programm vor. Der Weihnachtsmann lädt zu Sprechstunden ein – um 12 und um 15 Uhr. Mittags wird es zudem politisch. Der Stralendorfer Bürgermeister Helmut Richter und der CDU-Europaabgeordnete Werner Kuhn werden um 12 Uhr zu einem Politikforum erwartet. Auftritte von Leif Tennemann um 13 Uhr und von einem Helene-Fischer-Double um 14 Uhr sind ebenfalls angekündigt. Neben viel Vergnüglichem gibt es auch Informationen über den Obstanbau und die Gartenpflege. Beim Stralendorfer Weihnachtsmarkt wird Eintritt verlangt, die Karten sind zugleich Tombolalose. Gegen 16 Uhr erfolgt die Auslosung. Danach endet das Fest mit einer Feuershow.


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