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Schweriner interkulturelle Wochen : Nolte: Wir sind Stadt der Vielfalt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Interkulturelle Wochen mit buntem Fest auf dem Markt eröffnet – Konzerte, Ausstellungen, Workshops und sportliche Vergleiche folgen

von
erstellt am 12.Sep.2016 | 14:00 Uhr

„Vielfalt ist das Beste gegen Einfalt. Deshalb haben wir dies als Motto für die interkulturellen Wochen gewählt“, sagte Stadtpräsident Stephan Nolte gestern beim Festival der Kulturen auf dem Markt. „In unserer Stadt wird Vielfalt gelebt“, betonte Nolte. „Wir haben Mitbürger, die aus mehr als 100 Ländern kommen.“ Er warb dafür, kulturelle Vielfalt als Bereicherung des Lebens zu sehen und warnte vor Stammtischparolen. „Angst ist ein schlechter Ratgeber“, sagte er. Es sei unverantwortlich, diese unbegründet zu schüren.

Mit Blick auf die Flüchtlingswelle, die vor einem Jahr auch die Landeshauptstadt erreichte, dankte er allen Schwerinern, die seither auf vielfältigste Weise den Menschen geholfen haben, die bei uns Schutz und Zuflucht suchen. „Nun stehen wir gemeinsam vor der Aufgabe der Integration. Dabei müssen wir zeigen, wie wichtig uns unsere Werte sind und müssen die Neuankömmlinge für unsere Wertegemeinschaft gewinnen.“ Das funktioniere am besten durch Begegnung und dafür böten die interkulturellen Wochen beste Möglichkeiten.

Das zeigte sich beim Festival auf dem Markt in Theorie und Praxis. Vertreter der in Schwerin beheimateten Religionsgemeinschaften – Christen verschiedener Konfessionen, Juden und Muslime verschiedener Gemeinschaften – warben mit einfachen Worten um Verständnis für ihren Glauben. Stände verschiedener Kirchgemeinden und Glaubensgemeinschaften, der Caritas, der Diakonie, der Pfadfinder und mehrerer Bildungsträger vermittelten Informationen, luden zu Gesprächen und zum Erfahrungsaustausch bei Kaffee und Kuchen oder Tee und Würstchen ein. Dann unterhielten verschiedene Musik- und Tanzgruppen und Chöre der Stadt die Zuschauer auf dem Markt.

Seit nunmehr 25 Jahren werbe die Landeshauptstadt mit den interkulturellen Wochen für gegenseitiges Verständnis, für Tolerenz und Weltoffenheit, sagt Dimitri Avramenko, der Integrationsbeauftragte der Stadt. Auch er dankte ausdrücklich den vielen ehrenamtlichen Helfern und hauptamtlichen Mitarbeitern verschiedener Organisationen für ihren Einsatz bei der Bewältigung der Flüchtlingswelle. Jetzt gelte es, diesen Enthusiasmus bei der Integration fortzuführen. Dabei helfen in den nächsten Tagen Gespräche, Workshops, gemeinsame Konzerte, Kultur- und Sportveranstaltungen.

Wie gut das ankommt, hatte das bunte Fest am Freitag im Freizeitpark Neu Zippendorf gezeigt, das die Malteser organisiert hatten. Mehr als 150 Schweriner und Flüchtlinge hatten gemeinsam Spaß.

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