Schlosskirche : Noch 2600 Sterne suchen Paten

Kleinod im Schloss:  Vor  450 Jahre wurde  die Schlosskirche erbaut. Sie ist für ihr Sternengewölbe über die Landesgrenzen hinaus bekannt.
Kleinod im Schloss: Vor 450 Jahre wurde die Schlosskirche erbaut. Sie ist für ihr Sternengewölbe über die Landesgrenzen hinaus bekannt.

Zwei Drittel der Himmelskörper an der Schlosskirchendecke sind vergeben und brachten 370 000 Euro Spenden für Sanierung des Gotteshauses

svz.de von
19. Dezember 2013, 23:22 Uhr

Michel Jackson ist einer gewidmet. DJ Ötzi alias Gerhard Friedle ist mit dem Schlager „Ein Stern, der deinen Namen trägt“ berühmt geworden – auch er ist Pate von mehreren Sternen in der Schweriner Schlosskirche. Mehr als 6160 goldene Himmelskörper fanden seit dem Jahr 2005 einen Paten. Das sei ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis, sagt Landtagssprecher Dirk Lange. Immerhin hat die Benefiz-Aktion „Kauf die Deinen Stern vom Himmel – 8758 Sterne suchen ihre Paten“ auf diese Weise rund 370 000 Euro eingebracht. Das Geld fließt in den Erhalt und die Sanierung der Schlosskirche.

Das historische Gotteshaus des Schweriner Schlosses mit seinem bekannten Sternengewölbe ist in den vergangenen sieben Jahren umfassend saniert worden, zwei Jahre davon war die Kirche für Besucher komplett geschlossen. Gesamtkosten der Baumaßnahme: rund 4,5 Millionen Euro. Tausende Besucher sind dann am Pfingstsonntag zur Eröffnung erschienen. Hauptsächlich wurde die Statik der Schlosskirche ertüchtigt, was den Besuchern nicht sofort ins Auge fällt. Dagegen sind viele Schönheitsreparaturen gut sichtbar. So wurden Wände, Decke, Gestühl, Zierart, Bleiglasfenster und Orgel vom Staub der Jahrhunderte befreit. Fachleute reinigten die Sandsteine aufwändig. Restauratoren legten Hand an Fenster, Gestühl und Wandgemälde an – zeitaufwändige Arbeiten. Damit Besucher der Gottesdienste künftig nicht mehr frieren, wurde eine Fußboden- und eine Sitzbankheizung eingebaut. Hinzu kamen dringend notwendige Putz- und Malerarbeiten.

Die Schlosskirchenorgel wurde verpackt und auf die Reise ins brandenburgische Werder geschickt. Dort kümmerte sich ein Restaurator um das gute Stück. Inzwischen erfüllt sie das Gotteshaus wieder mit Musik. Und auch der zentrale Altar erfuhr eine Verjüngungskur und erstrahlt inzwischen wieder. Restauratoren haben ihn gereinigt, festigten Farbschichten und führten erforderliche Retuschen aus. Seit Ende Mai werden in der Schlosskirche wieder regelmäßig Gottesdienste gefeiert.

Und wer ein ausgefallenes Geschenk für einen lieben Menschen sucht und den Erhalt des Gotteshauses unterstützen möchte: Knapp 2600 Sterne sind noch zu haben. 50 Euro kostet eine Patenschaft – natürlich darf aber auch mehr gegeben werden. Dafür gibt es ein dekoratives Sternenzertifikat, um es an die Wand zu hängen.


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