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Fundtiere : Niedliche Maikatzen mit viel Konfliktpotenzial

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Katzenmütter mit mehr als 20 Jungtieren bringen das Tierpension Holthusen an seine Kapazitätsgrenzen

svz.de von
erstellt am 15.Jun.2014 | 08:00 Uhr

Die Maikatzen sind da! Aber nicht überall ist der niedliche Tiernachwuchs willkommen. Deshalb landen jetzt Muttertiere mit ihren frisch geworfenen Kätzchen in der Tierpension Holthusen. „Derzeit können wir keine Katzen aufnehmen“, sagt Inhaberin Doris Schiemann. Mehr als 20 im Mai geborene Katzen und vier Muttertiere werden derzeit hier betreut. Ein „Sorgenkind“ befindet sich noch in der Schweriner Tierklinik. „Dieses Kätzchen wurde bei Hagenow vermutlich aus einem fahrenden Auto geworfen“, erzählt Doris Schiemann.

Und nicht nur dieses Verhalten der „Halter“ findet die Tierfreundin unannehmbar. „Jeder Halter ist für sein Tier verantwortlich“, mahnt Doris Schiemann. „Freigänger unter den Katzen müssen daher nicht nur geimpft, sondern auch kastriert sein – egal ob Kater oder Katze.“ Nur so lasse sich die ungewollte, wilde Vermehrung von Katzen verhindern. Darin sieht Schiemann die Ursache für die aktuelle Schwemme mit Maikätzchen. Denn drei der Katzenmütter, die derzeit in Holthusen sind, scheinen richtige Hauskatzen zu sein. Ob sie vor der Geburt ihrer Jungtiere davongelaufen oder danach von den Eigentümern ausgesetzt worden sind, weiß Schiemann nicht. Das vierte Tier hat auf den Straßen von Schwerin gelebt und wurde Ende April hochtragend nach Holthusen gebracht. Dort warf es fünf Maikätzchen. „Vereinzelt wurden zudem Katzenbabys ohne Mutter zu uns gebracht“, erzählt Schiemann. Mit diesen Maikätzchen haben die Tierpfleger besonders viel Arbeit. Drei solcher mutterlosen Tiere wurden an Straßenrändern bei Lehmkuhlen bzw. Dümmer gefunden. „Das sind die ältesten Jungtiere. Die können wir schon jetzt vermitteln.“ Interessenten können sich unter Telefon 03865-844330 in der Tierpension.

Die anderen Maikätzchen müssen noch bei ihren Müttern bleiben, sind erst mit acht Wochen, also Mitte Juli, alt genug, um allein klar zu kommen. Dann sind die Jungtiere auch geimpft und entwurmt. Die Muttertiere werden zudem kastriert, damit die ungewollte Vermehrung eingedämmt wird. „Das sollten die Eigentümer auch mit den Jungtieren machen, wenn diese groß genug sind“, rät Schiemann. Halter, die das nicht machen, müssen ansonsten bei Katzen zweimal im Jahr mit Nachwuchs rechnen – und auch für alle Tiere Verantwortung übernehmen.

 

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