Interview : „Nicht regelwidrig“

Die Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow
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Die Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow

Drei Fragen an OB Angelika Gramkow

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31. März 2016, 20:45 Uhr

Was sagt die Verwaltungschefin zur Kritik, dass sie Amtsleiterin Caren Gospodarek-Schwenk wieder für den Jugendbereich Verantwortung übergeben hat? Redakteur Timo Weber fragte nach bei Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow.

Warum haben Sie die Jugendamtsleiterin wieder eingesetzt, bevor der Sonderausschuss zu einer Bewertung gekommen ist?

Gramkow: Ich habe den verwaltungsinternen Untersuchungsbericht mit externer Begleitung in Auftrag gegeben. Deshalb ist es meine Aufgabe als Verwaltungschefin aus dem vorliegenden Bericht sofort Konsequenzen zu ziehen. Diese Konsequenzen habe ich dem Hauptausschuss bereits am 15. März sowie zeitgleich dem Jugendhilfeausschuss und dem zeitweiligen Ausschuss vorgestellt. Zu den Schlussfolgerungen gehörte auch die beamtenrechtliche Ermahnung der Amtsleiterin. Diese disziplinarische Maßnahme stand einer Wiedereinsetzung der Jugendamtsleiterin in ihre Aufgabe nicht im Wege, weil die verwaltungsinterne Untersuchung ergeben hat, dass die Amtsleiterin zwar Fehler begangen, aber nicht grob regelwidrig gehandelt hat.

Im internen Untersuchungsbericht steht, dass „die Mitarbeiter des JA (grob) regelwidrig gehandelt“ haben, also auch die Chefin…

Nein. Die verwaltungsinterne Untersuchung hat nicht ergeben, dass die Jugendamtsleiterin grob regelwidrig gehandelt hat.

Wie viel politische Verantwortung tragen Sie im Fall?

Meine politische Verantwortung ist es, dafür Sorge zu tragen, dass Eltern und Kinder, die von dem Verbrechen betroffen sind, unterstützt werden und dass dem Verein Hilfe angeboten wird. Ich muss gewährleisten, dass sich Fehleinschätzungen und Fehler von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Jugendamtes möglichst nicht wiederholen. Dieser Verantwortung werde ich gerecht.

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