Wohnen auf dem alten Polizeigelände : Neumühle bekommt neues Baugebiet

Das ehemalige Polizeigelände ist  zum Teil schon erschlossen. Der erste Spatenstich wird allerdings voraussichtlich erst 2015 erfolgen.
Das ehemalige Polizeigelände ist zum Teil schon erschlossen. Der erste Spatenstich wird allerdings voraussichtlich erst 2015 erfolgen.

Demnächst rücken die Abrissbagger an: Das ehemalige Polizeigelände an den Wadehängen soll als Wohnstandort entwickelt werden

svz.de von
30. Dezember 2013, 22:00 Uhr

Jahrzehnte lang war das Areal am westlichen Rand Neumühles Polizeistandort. Mit der Bildung des Polizeipräsidiums in Rostock und dem Umzug der Inspektion in die Graf-Yorck-Straße wurden die Hallen und Verwaltungsgebäude leer gezogen. Eine neue Nutzung fand sich nicht. Inzwischen haben die Stadtvertreter den Abriss der Häuser und Garagen beschlossen.

„Das ehemalige Polizeigelände ist eine interessante Fläche“, sagt Baudezernent Dr. Wolfram Friedersdorff. Er möchte das Gebiet entwickeln. „Dazu brauchen wir aber ein städtebauliches Konzept.“ Klar ist hingegen schon jetzt: Hier soll ein neues Wohngebiet entstehen. „Der Stadtteil Neumühle ist als Wohnort sehr beliebt“, stellt der Baudezernent fest. „Außerdem bietet das Polizeigelände den großen Vorteil, dass es im Prinzip schon erschlossen ist.“ Leitungen und Kabel müssten jedoch angepasst werden, wenn hier Wohnhäuser gebaut werden. Das aber wird noch eine Weile dauern.

Vor 2014 oder 2015 wird es keinen ersten Spatenstich geben. Denn zunächst ist eine ganze Reihe von Fragen zu klären. Die wichtigste: Muss ein Bebauungsplan aufgestellt werden oder nicht? Wolfram Friedersdorff hat darauf noch keine endgültige Antwort. Bevor aber nicht das B-Plan-Problem gelöst ist, gibt es auch noch keine Angaben, wie viele Häuser dort gebaut werden. Und wie die aussehen sollen. Werden es Einzel-, Doppel- oder Reihenhäuser? Oder doch eine Mischung? Jedenfalls muss die zukünftige Bebauung zum vorhandenen Bestand passen.

Darauf wird dann vielleicht schon ein Gestaltungsbeirat achten. Denn demnächst wird die Stadtvertretung eine Charta für Baukultur für die Landeshauptstadt beschließen. Und in der ist ein Beirat vorgesehen, dem auswärtige Experten wie Architekten und Stadtplaner angehören sollen. Das Gremium soll darüber wachen, dass es in Schwerin keinen „Wildwuchs“ beim Bauen gibt. „Wir müssen zu einer höheren Qualität des Bauens in der Landeshauptstadt kommen“, heißt es immer wieder von Fachleuten.

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