United Caps Schwerin : Neues Werk schafft 60 Jobs

Eröffnen symbolisch den Großbetrieb: Harry Glawe, Benoit Henckes, Bernd Nottebaum, Siegbert Eisenach, Harry Briese.
Eröffnen symbolisch den Großbetrieb: Harry Glawe, Benoit Henckes, Bernd Nottebaum, Siegbert Eisenach, Harry Briese.

United Caps investiert 26 Millionen Euro in Göhrener Tannen und will fünf Milliarden Deckel pro Jahr herstellen

svz.de von
26. November 2015, 07:00 Uhr

Schwerin hat einen neuen Industriebetrieb: Gestern nahm das international tätige Unternehmen United Caps sein Werk in den Göhrener Tannen offiziell in Betrieb. Künftig werden fünf Milliarden Verschlusskappen jährlich hier vom Band laufen. Produziert wird rund um die Uhr, an 365 Tage im Jahr. In der jetzigen ersten Ausbaustufe sind 60 Arbeitsplätze vorgesehen, 58 Mitarbeiter sind bereits eingestellt. Geplant sei, die Produktion in Schwerin zu verdoppeln und die Belegschaft auf 130 Mitarbeiter aufzustocken, kündigte Geschäftsführer Harry Briese an. Bisher wurden 26 Millionen Euro investiert, vier Millionen davon Fördermittel.

„In Schwerin steht das neueste Werk von United Caps. Es unterstützt unsere Wachstumsstrategie und unser Ziel, näher am Kunden zu sein“, sagte Konzernchef Benoit Henckes. Bisher werde in West- und Südeuropa produziert, von Schwerin aus solle der Markt in Deutschland, aber auch in Osteuropa und Skandinavien beliefert werden. „Unsere Anlage in Schwerin ist mit modernsten Maschinen ausgestattet, um hohe Qualität zu gewährleisten und Umwelteinwirkungen zu minimieren. Sie spielt eine wichtige Rolle bei unserem Bestreben nach Innovation, um leistungsstarke Kunststoffdeckel und -verschlüsse gemäß den Kundenanforderungen liefern zu können“, sagte Henckes.

Das Werk ist 10 000 Quadratmeter groß und hat zwei Produktionshallen, in denen jeweils bis zu 2,5 Milliarden Verschlüsse pro Jahr produziert werden können. Hergestellt werden in der einen Verschlusskappen für Wasserflaschen aus Plaste oder Glas sowie für Fruchtsäfte. In der anderen werden zwei- und dreiteilige Verschlüsse für Milch- und Fruchtsaftkartons gegossen.

Die Rohstoffe für die Maschinen werden von den zwölf, jeweils 100 Kubikmeter fassenden Silos der Anlage unterirdisch bezogen. Die Produktionshallen sind mit Hygieneschleusen ausgestattet. Jede einzelne Kappe wird mit Prüfgeräten kontrolliert.

Henckes lobte ausdrücklich die Hilfe von Stadt und Land bei der Ansiedlung. Das freute Wirtschaftsminister Harry Glawe. „Dieses Vorhaben zeigt nicht nur die gute Zusammenarbeit von Stadt und Land, sondern auch die zielorientierte Arbeit unserer Mitarbeiter“, sagte er. Vize-OB Bernd Nottebaum sagte: „Dies ist ein guter Tag für Schwerin. Die Neuansiedlung ist ein Meilenstein bei der Entwicklung des Industrieparks.“

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