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Zeitung für die Landeshauptstadt

24. August 2017 | 12:33 Uhr

Schwerins Vorhaben : Neues Leben in der Tierklinik

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

In Neumühle entsteht eine moderne Senioren-Wohnanlage im mehr als 15 Jahre leer stehenden Gebäude am Finkenkamp

In das seit mehr als 15 Jahre leer stehende Hauptgebäude der Tierklinik wird wieder neues Leben einziehen. Die Investoren Gerd Riesner und Karsten Bunsen haben das Gebäude vom Land gekauft und werden es zu einer Senioren-Wohnanlage umbauen.

„Wir wollen hier ,Wohnen mit Service’ anbieten“, sagt Axel Mielke, der Geschäftsführer der Awo Westmecklenburg. Der Wohlfahrtsverband wird diese besondere Form des Betreuten Wohnens anbieten. „Eine Hausdame wird Ansprechpartner für die Mieter sein und ihnen helfen, den Alltag zu meistern“, sagt Mielke. „Ihre erste Aufgabe wird es natürlich sein, das Gemeinwesen zu entwickeln.“ Schließlich zögen in das Haus einander fremde Menschen ein. „Die Hausdame wird aber auch Veranstaltungen und Vorträge organisieren und den Bewohnern beispielsweise bei Behördenangelegenheiten helfen.“

Das „Wohnen mit Service“ ist sehr flexibel. „Wer selbst kochen möchte, der kann das tun, wer sich Essen kommen lassen möchte, kann einen Lieferservice beauftragen“, sagt Axel Mielke. „Arztbesuche oder Pflegedienste organisiert die Hausdame.“

Derzeit wird das Gelände am Finkenkamp beräumt, das Haus entkernt. Dabei haben die Investoren eine Entdeckung im Keller gemacht. „Dort steht noch ein großes Elektronenmikroskop aus DDR-Zeiten“, sagt Gerd Riesner. „Das soll mal eine Million Ostmark gekostet haben.“ Was aus dem Gerät wird, wissen Riesner und Bunsen noch nicht.

In dem Gebäude entstehen insgesamt 28 barrierefreie Wohnungen mit großzügigen Balkonen, zwei Fahrstühlen, großem lichtdurchflutetem Eingangsbereich, einer Begegnungsstätte, Sportraum und Gästewohnung. Die Wohnungen in Größen von 32 bis 70 Quadratmetern Wohnfläche verfügen über ein bis drei Zimmer, große Bäder mit bodengleicher, barrierefreier Dusche und Handtuchtrockner, geräumigen Küchen mit Einbaumöbeln und schwellenlosen Übergängen in die einzelnen Zimmer. Etwa 3,2 Millionen Euro werden investiert. „Von einigen Wohnungen wird man einen unverbaubaren Blick auf den Ostorfer See genießen können. Das große Grundstück im Grünen wird nach umfangreicher Neugestaltung zum Verweilen einladen“, sagt Karsten Bunsen. In dieser Residenz werden etwa 40 Einwohner in vertrauter Umgebung ein neues, modernes und für viele Lebenslagen anspruchsvolles Zuhause finden.“ Einkaufsmöglichkeiten seien in der Nähe, eine Bushaltestelle des Nahverkehrs sei fast vor der Haustür, so Bunsen.

Der Ortsbeiratsvorsitzende Claus Jürgen Jähnig freut sich auf die neue Senioren-Wohnanlage. „Da ist eine Option für viele ältere Neumühler. Hier können sie in ihrer gewohnten Umgebung bleiben und weiter alte Nachbarschaftsfreundschaften pflegen.“

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erstellt am 14.Jul.2016 | 05:00 Uhr

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