Stadtumbau : Neues Gesicht für Neu Zippendorf

Viel Platz, viel Grün: Die Sparkassenallee bietet heute schon die gewünschte Ausdünnung der Bebauung. Künftig soll nördlich der Allee auch die Geschosshöhe geringer werden.
Viel Platz, viel Grün: Die Sparkassenallee bietet heute schon die gewünschte Ausdünnung der Bebauung. Künftig soll nördlich der Allee auch die Geschosshöhe geringer werden.

Vier Büros haben sich an einem Gestaltungswettbewerb beteiligt – heute stellt die Verwaltung die besten Ideen der Politik vor

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24. August 2015, 14:00 Uhr

Dass Investoren einen neuen Edeka-Markt auf keinen Fall am Berliner Platz bauen möchten, sondern besser an anderen Bereichen des Stadtteils Neu Zippendorf, spricht Bände. Das Herzstück der drei Dreescher Stadtteile ist für Investoren nicht attraktiv genug. Doch es ist so ein bisschen wie mit der sprichwörtlichen Katze, die sich selbst in den Schwanz beißt: Ohne ein anziehendes Umfeld kommen keine Investoren und ohne Investoren ist es schwierig für die öffentliche Hand, selbst Geld in das Areal zu schießen. Die Stadt macht es in enger Abstimmung mit ihrer Wohnungsgesellschaft aber trotzdem.

Der bevorstehende Abriss der Hochhäuser Rostocker Straße 5-7 ist dafür ein erster Schritt. Auch die noch in diesem Jahr anstehende Erneuerung des oberen Berliner Platzes zählt dazu. Der untere Teil mit dem Brunnen wird folgen. Doch dafür müssen zuerst die Abrissarbeiten der angrenzenden Hochhäuser beendet sein. Doch diese punktuelle Investition in den Berliner Platz ist erst der Anfang. Zwischen der Astrid-Lindgren-Schule und der Plater Straße könnte der gesamte Bereich von den Straßenbahngleisen bis zur Hamburger Allee ein neues Gesicht erhalten. Die Stadt hatte dafür einen städtebaulichen Wettbewerb initiiert, an dem sich vier Büros beteiligt haben. Heute soll aus den vier Arbeiten der beste ausgewählt werden.

Die Grundidee ist simpel und dürfte sich in allen Entwürfen finden: Die bauliche Dichte wird geringer und die Geschosshöhe verringert sich von den Hochhäusern in der Hamburger Allee über eine mehrgeschossige Bebauung an der so genannten Sparkassenallee bis hin zu ein- oder zweietagigen Gebäuden an der Grenze zu Zippendorf. Damit würde der Stadtteil auch mit den Häusern die Bebauung in der Nachbarschaft aufgreifen.

Wie der beste Entwurf im Detail aussieht und was die Stadt und die Wohnungsgesellschaft in den kommenden Jahren in Neu Zippendorf vorhaben, darüber will die Stadtspitze sehr detailliert informieren. Sobald die Politik und der Ortsbeirat bescheid wissen, soll es nach SVZ-Informationen auch Aushänge im Stadtteiltreff Eiskristall geben.

Mit den optischen Veränderungen des Stadtteils soll auch dessen Image aufpoliert werden. Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft und städtische WGS haben es im Quartier Tallinner Straße bewiesen, dass das möglich ist. Ganz nebenbei gab es dafür auch noch den Bundesbaupreis. Und wenn alles nach den Vorstellungen der Planer geht, dann muss in einigen Jahren niemand mehr vergebliche Überzeugungsarbeit leisten, um einen Edeka-Markt im Stadtteil anzusiedeln. Denn dann ist das Areal so gefragt, dass die Stadt sich aussuchen kann, welchen Einzelhandel sie in Neu Zippendorf haben möchte.

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