Wir in der Paulsstadt : Neues Gesicht für den Hauptbahnhof

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2,2 Millionen Euro sollen für die Sanierung des Gebäudes ausgegeben werden

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07. Januar 2016, 16:00 Uhr

Von hier wird gereist, Pendler starten und enden hier. Er ist der Dreh- und Angelpunkt der Landeshauptstadt. Im Nordwesten befindet er sich. Der Schweriner Hauptbahnhof.

Doch das Gebäude, was wir heute kennen, war nicht der erste Bahnhof der Stadt. Sondern der zweite. Am 1. Mai 1847 erhielt Schwerin mit einer offiziellen Übergabe die Anbindung an das Eisenbahnnetz. Ein vorläufiges Empfangsgebäude entstand am Packhof in Form eines schlichten Holzschuppens. Der Tourismusbranche gab das einen ordentlichen Schub. Die aus allen Richtungen kommenden Reisenden fanden schon im gleichen Jahr an dieser Stelle das Eisenbahnhotel des Gastwirtes Poppe vor. Jahre später wimmelte es auf dem Bahnhofsvorplatz von Hoteldienern. Denn: Jedes Hotel, dass etwas auf sich hielt schickte einen seiner Diener. Später fuhren zu den Hauptzügen sogar chromblitzende Omnibusse, um Gäste abzuholen.

Nach 14 Jahren wurde das Bahnhofshäuschen zu klein, zu unmodern. Es entsprach einfach nicht mehr den Erfordernissen der Zeit. Von 1888 bis 1890 entstand schließlich ein neues Gebäude im Repräsentationsstil der Gründerzeit nach den Plänen des Hamburger Regierungsbaurates Ernst Möller.

Doch der Zahn der Zeit nagte kräftig an dem einst so prächtigen Bau. Die Substanz des Gebäudes ist durch Witterungseinflüsse mit eindringendem Niederschlagswasser und durch den Frost-Tau-Wechsel stark belastet. Ablagerungen, Taubenkot und Bewuchs verunreinigten das Gebäude. Teile der Fassade zeigen deutliche Schäden, wie offenen Fugen, Risse oder Abplatzungen. Sie mussten zum Teil schon gesichert werden.

Die Sanierung wird mit 2,2 Millionen Euro aus einer Vereinbarung mit dem Land finanziert. Die gesamte Fassade mit Schmuckelementen auf der Gleisseite und zusätzlich die südliche Fassade des Südturms hat die Deutsche Bahn bereits erneuert.

Von April an folgen die Seiten zum Bahnhofsvorplatz und die nördliche Seite des Nordturmes. Der Zugang zum Empfangsgebäude, einschließlich der Unterführung, wird während der gesamten Bauzeit bis Ende November gewährleistet.

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