Schweriner Galerie : Neuer Treff für Kunstfreunde

Bringt seine Gäste ins Gespräch: Galerist Stephan Schrör (l.) mit Malerin Anna Borowy und Ausstellungsbesuchern.
Bringt seine Gäste ins Gespräch: Galerist Stephan Schrör (l.) mit Malerin Anna Borowy und Ausstellungsbesuchern.

Unter dem Titel „Stall und Rauch“ laden die Organisatoren der Fresh-Egg-Gallery im Marstall zum Schauen und Diskutieren ein

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04. März 2016, 04:45 Uhr

Schwerin hat einen neuen Treff für Kunstfreunde: die temporäre Galerie im Marstall, die bis Juni insgesamt vier Ausstellungen präsentiert und die immer donnerstags zum Künstlergespräch einlädt. Initiator des Projekts ist Stephan Schrör, der in Schwerin geboren wurde und nun die „Fresh Eggs from freerange chickens“-Galerie in Berlin leitet, die schon die halbe Welt bereist hat. Realisiert hat er das Schweriner Projekt gemeinsam mit der ortsansässigen Kulturmanagerin Felicitas Krekosch.

„Ich will zur Kommunikation anregen, Leute miteinander ins Gespräch bringen“, sagt Schrör. Das gehe mit Kunst besonders leicht. „Viele Ausstellungsbesucher kennen sich nicht, reden aber insbesondere bei unseren Stall-und-Rauch-Treffs am Donnerstag.“

Die Bedingungen dafür sind ideal: Durch die räumliche Größe des Marstalls können viele Kunstwerke gezeigt werden – bei der ersten von vier Ausstellungen waren Arbeiten von zwölf Künstlern zu sehen. Zudem gibt es immer eine Kabinettausstellung, in der Künstlergespräche stattfinden. Mehrere Sitzecken und ein riesiger Tisch laden zum Austausch bei Wein und Snacks ein. Und mit den Künstlergesprächen wird zudem immer auch ein Diskussionsangebot unterbreitet. „Jeder darf kommen, um mitzureden, um mit zu diskutieren, um zuzuhören und sich gemütlich in den Feierabend fallen zu lassen“ sagt Felicitas Krekosch. Und sie fügt hinzu: „Ich kenne Schwerin und weiß, dass man hier mit neuen Ideen einen langen Atem braucht. Aber den haben wir, unser Projekt spricht sich in der Stadt rum, die Leute kommen und sind neugierig. Genau das wollen wir.“

Nach dem Start mit der „Testrakete 2.0“ – der Präsentation von etwa 60 Werken von zwölf zeitgenössischen Künstlern und drei Gesprächsrunden folgt nun morgen die zweite Ausstellung. Sie ist der klassischen Moderne gewidmet. Gezeigt werden rund 70 Originale von Künstlern des 20. Jahrhunderts. Vertreten sind beispielsweise Otto Dix, Karl Schmidt-Rottluff, Oskar Kokoschka, Gerhard Marcks, Ernst Barlach und andere. Im Separee werden erotische Bilder von George Grosz, einem der größten deutschen Maler der Neuen Sachlichkeit, aus seiner Zeit im New Yorker Exil ausgestellt – Akte als Ölgemälde und Aquarelle, die in den 20er-Jahren erhebliches Aufsehen erregten. Die Vernissage ist am 5. März um 18 Uhr. Geöffnet ist die Galerie im Marstall dienstags bis sonnabends von 11 bis 19 Uhr.


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