Endlich : Neuer Spielplatz für die Paulsstadt

Hier toben bald Kinder: Die Grünfläche an der Rosa-Luxemburg-Straße soll 2016 Heim für einen neuen Spielplatz werden. Die jungen Schweriner dürfen bei der Gestaltung selbst mitwirken.
Hier toben bald Kinder: Die Grünfläche an der Rosa-Luxemburg-Straße soll 2016 Heim für einen neuen Spielplatz werden. Die jungen Schweriner dürfen bei der Gestaltung selbst mitwirken.

Rosa-Luxemburg-Straße: Ortsbeirat, SDS und Jugendring informierten Anwohner im Jugendtreff / Kinder dürfen mitgestalten

svz.de von
06. November 2015, 16:00 Uhr

Der Ort wirkt idyllisch: Eine riesige Grünfläche, umgeben von Bäumen. Mitte in der Paulsstadt, an der Rosa-Luxemburg-Straße. Hier soll Anfang 2016 ein Spielplatz, insbesondere für unter Zwölfjährige, entstehen. In direkter Nähe gibt es für Kinder bis zwölf Jahren keine Spielmöglichkeit.

Gestern Abend konnten sich Anwohner und interessierte Bürger im Jugendtreff Dr. K in der Dr.-Külz-Straße über die anstehenden Arbeitsschritte informieren und ihre Wünsche vorbringen. Organisiert wurde der Informationsabend von den Stadtwirtschaftlichen Dienstleistungen Schwerin (SDS), gemeinsam mit dem Ortsbeirat Altstadt, Feldstadt, Paulsstadt, Lewenberg sowie dem Schweriner Jugendring. Katarina Dominka vom SDS zeigte anhand einer Präsentation auf, dass besonders im Norden der Paulsstadt eine Spielstätte für Kinder fehle. „Die Wiese an der Rosa-Luxemburg-Straße ist die einzige Fläche, die für einen neuen Spielplatz infrage kommt“, erläuterte Dominka. Die nächstgelegene Spielstätte läge am Demmlerplatz. Zu weit weg für Kinder unter zwölf, befanden die Anwesenden einstimmig.

Konkrete Pläne für den Kindergarten gäbe es noch nicht. Statt eigenmächtiger Gestaltung lägen die SDS Wert auf aktives Mitwirken der Kinder und Anwohner. „Am Sonnabend können alle Kinder um 9.30 Uhr im Dr. K vorbeischauen. Anschließend laufen wir gemeinsam zur Wiese für den geplanten Spielplatz und lassen unseren Gedanken freien Lauf“, erklärte Teresa von Jan von der Beteiligungswerkstatt des Schweriner Jugendrings. Bereits bei der Gestaltung des Spielplatzes am grünen Tal hätten die Verantwortlichen Kinder in den Gestaltungsprozess miteinbezogen und eine gemeinsame Lösung erreicht. „Viele der Kinder können altersbedingt noch nicht schreiben. Das heißt aber nicht, dass man nicht auf künstlerischem Weg seinen Gefühlen Ausdruck verleihen kann“, resümierte von Jan. Doch nicht nur die jungen Schweriner machen sich Gedanken um die Gestaltung und Folgen des Spielplatzes in der Rosa-Luxemburg-Straße. So äußerte etwa eine Anwohnerin die Sorge, dass der Platz möglicherweise auch von Hundebesitzern ausgiebig genutzt werden und „Reste der Hunde“ möglicherweise zurückbleiben könnten. „Ein Problem, das auch an vielen anderen Orten noch nicht in den Griff genommen werden konnte“, führte die Anwohnerin aus. Katarina Dominka und Steffen Wehner vom Ortsbeirat wiesen auf Verbotsschilder hin und schlugen außerdem eine „Hundetoilette im Stile eines Sandkasten“ vor. Für die SDS, den Ortsbeirat und den Schweriner Jugendring hat die Nutzung der neuen Spielstätte höchste Priorität. Erreichen wollen sie das gemeinsam mit den jungen Anwohnern. „Wenn die Kinder mitbestimmen dürfen, was auf der Wiese landet, sind sie natürlich viel mehr an den Spielplatz gebunden“, erklärte von Jan. Und hofft auf viele Kinder am Sonnabend.


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