Festival "verfemte Musik“ : Neuer Preis soll Zeichen setzen

Die Ausstellung, die Schweriner Gymnasiasten vor einigen Jahren zum Festival „Verfemte Musik“ erarbeitet hatten, wurde sogar in Los Angeles gezeigt.  Foto: Herbert Kewitz
Die Ausstellung, die Schweriner Gymnasiasten vor einigen Jahren zum Festival „Verfemte Musik“ erarbeitet hatten, wurde sogar in Los Angeles gezeigt. Foto: Herbert Kewitz

Um Schwerins Rolle in der Metropolregion Hamburg aufzuwerten, wird das Festival „Verfemte Musik“ als ein Markenzeichen vorgeschlagen

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10. Mai 2019, 05:00 Uhr

Seit nunmehr zwei Jahren ist Schwerin ein Teil der Metropolregion Hamburg. Doch die öffentliche Wahrnehmung, was alles dazu gehört, welche Gemeinsamkeiten es gibt und welche Vorteile die Mitgliedschaft bringt, ist eher gering. Das soll sich ändern. Dazu wird jetzt ein Ehrenpreis – der Metropolitaner Award – ausgelobt, mit dem besondere Projekte und Menschen ausgezeichnet werden, die sich für das Zusammenwachsen der Region verdient gemacht haben. Die Schweriner Stadtwerke haben dafür das Festival „Verfemte Musik“ vorgeschlagen.

„Dieses Festival mit seinen vielen Facetten ist aus unserer Sicht prädestiniert für eine Nominierung“, sagt Stadtwerkechef Dr. Josef Wolf. Es führe Teilnehmer aus der ganzen Region zusammen und strahle mit seiner musikalischen Qualität und geschichtlichen Erinnerungsarbeit weithin aus.

Cheforganisator Volker Ahmels, zugleich auch Direktor des Konservatoriums, bestätigt: „Wir haben stets auch junge Musiker aus Hamburg unter den Wettbewerbsteilnehmern und besuchen zum Beispiel mit den Zeitzeugen auch regelmäßig Schulen in Hamburg und der Region.“ Er freue sich natürlich riesig über die Nominierung und sei auch stolz darauf, sagt Ahmels. Das sei aber auch Ansporn. Denn da es immer weniger Zeitzeugen des Holocaust gäbe, müssten neue Ideen für die Erinnerungsarbeit gefunden werden.

Die Schweriner Stadtwerke gehören schon lange zu den Partnern des Festivals. Sie unterstützen es nicht nur finanziell und loben Preisgelder aus, sondern sind auch gefragter Gastgeber für Konzerte. Coco Schumann trat dort mehrfach auf, auch Anita Lasker-Wallfisch, im vergangenen Jahr ihr Sohn Raphael und Enkel Simon Wallfisch.

Die Metropolregion und der neue Ehrenpreis haben viele Freunde. Dazu gehört auch Ex-Tennisprofi Michael Stich, der in der Jury für die Preisvergabe sitzt. „Unsere Metropolregion ist Heimat und zugleich Wirtschaftsfaktor für ganz viele Menschen. Nur wenn wir es schaffen, die Stärken aller zu bündeln, kann die Region wachsen – in wirtschaftlichen wie auch in sozialen Bereichen. Und davon profitieren wir alle. Der Metropolitaner Award ist eine tolle Auszeichnung, die besondere Initiativen und Leistungen zur Förderung der Metropolregion hervorhebt und dadurch Anreize für neue Ideen gibt“, erläutert Stich.

Die Jury wird aus allen Vorschlägen 15 Projekte in drei Kategorien für das finale Online-Voting auswählen. Abgestimmt werden kann per Internet unter www.metropolitaner.de. Das Voting beginnt am 3. Juni.

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