Schweriner Parklplatz-Mangel : Neuer Parkplatz bald am Stadthafen

<strong>Tägliches Ärgernis für Autofahrer</strong>: In der Schliemann-Straße sind Parkplätze knapp.
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Tägliches Ärgernis für Autofahrer: In der Schliemann-Straße sind Parkplätze knapp.

Parkplätze in Schwerin sind Mangelware. Besonders prekär ist die Situation in der Altstadt. Auf dem brachliegenden Areal an der Ecke Grüne Straße/Werderstraße soll nun ein Parkplatz entstehen.

svz.de von
25. März 2013, 11:58 Uhr

Altstadt/schelfstadt | Parkplätze in Schwerin sind Mangelware. Besonders prekär ist die Situation in der Altstadt und den angrenzenden Ortsteilen. Das können auch diejenigen bestätigen, die in der Schelfstadt wohnen und sich allabendlich auf die zeit- und nervenraubende Suche nach einem Stellplatz begeben. Dazu kommt, dass die Stadtteile als Wohnorte beliebt sind. Die Folgen: Mehr Anwohner, mehr Autos. Parkmöglichkeiten sind da schnell rar. Doch jetzt gibt es Hoffnung. Die Nahverkehr Schwerin GmbH (NVS) will auf dem brachliegenden Areal an der Ecke Grüne Straße/Werderstraße ein Parkplatz errichten. Dann sollen auch die Bewohner der Schelfstadt ihre Wagen dort abstellen können - gegen Gebühr.

Auf 3400 Quadratmetern sollen neben zehn Wohnmobil- auch 91 Pkw-Stellflächen entstehen. Wie viele davon den Anwohnern der umliegenden Häuser zur Verfügung stehen werden, ist noch offen. "Das regeln wir je nach Bedarf", erklärt NVS-Geschäftsführer Norbert Klatt. Eins steht aber bereits fest: Ein Dauerparkticket für 24 Stunden an sieben Tagen die Woche wird 50 Euro im Monat kosten. Zudem wird es ein Angebot für Nachtparker geben. Für 25 Euro im Monat kann montags bis freitags von 18 bis 8 Uhr und an Wochenenden sowie an Feiertagen ganztägig geparkt werden.

Ist das die Lösung des Problems? Nur teilweise, findet Claudia El Aaraik, Vorsitzende des Ortsbeirates Schelfstadt, Werdervorstadt und Schelfwerder. "Wenn wir uns ansehen, wie viele Parkplätze in den betreffenden Stadtbereichen fehlen, ist das Projekt nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Aber es ist immerhin eine Möglichkeit, die Lage ein bisschen zu verbessern", so El Aaraik.

Sie und die anderen Mitglieder des Ortsbeirates diskutierten das Bauvorhaben in ihrer jüngsten Sitzung und formulierten Änderungswünsche, die sie an den Nahverkehr weiterleiten wollen. So schlagen sie unter anderem vor, auf die geplanten Parkbereiche für Wohnmobile zu verzichten - zugunsten zusätzlicher Pkw-Plätze. Im Gegenzug legen sie nahe, die bereits vorhandenen Stellflächen für Wohnwagen auf dem benachbarten "Altstadt"-Parkplatz zu erweitern. "Dieser ist besser geeignet. Er ist größer und die öffentlichen Toiletten sind näher. Eine Stromversorgung, wie sie auf dem neuen Parkplatz geplant ist, könnte man auch hier verlegen", erklärt die Vorsitzende. Doch das scheint für sie nur eine vorübergehende Regelung. "Die Stadt sollte vielmehr darüber nachdenken, einen günstigeren Platz für Wohnmobile zu schaffen, wo die Camper auch Tische und Stühle rausstellen und gemütlich ein Glas Wein genießen können. Die bisherigen Angebote sind nichts Halbes und nichts Ganzes", sagt El Aaraik.

Der Nahverkehr ist offen für Vorschläge. "Die Anregungen des Ortsbeirates nehmen wir gern auf. Wenn sie vernünftig sind und realisierbar, dann setzen wir sie auch um", berichtet Norbert Klatt. Die Wohnmobil-Parkflächen werden wohl dennoch wie vorgesehen gebaut werden. Der Grund: Die bereits vorhandenen Flächen auf dem "Altstadt"-Parkplatz sollen künftig wegfallen. "Die Wohnmobil-Fahrer nehmen häufig zwei Pkw-Plätze in Anspruch oder blockieren die Busplätze. Diese sind aber nur begrenzt vorhanden. So kam es in der Vergangenheit zu Komplikationen", erklärt Klatt. Daher sollen die Camper umziehen.

Gebaut werden soll der Parkplatz "Am Stadthafen" von April an, so Klatt. "Sobald die Baugenehmigung vorliegt und das Wetter mitspielt, beginnen wir zu bauen. Ende Mai bis Mitte Juni wollen wir fertig sein", berichtet der NVS-Geschäftsführer. "Im Moment sind wir zuversichtlich, dass wir das auch schaffen."

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