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Wasser-Manager Rund um Schwerin : Neuer Mann an den Wehranlagen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Mark Sierks tritt die Nachfolge von Hans Jammer-Lühr als Geschäftsführer des Wasser- und Bodenverbandes an

von
erstellt am 19.Jan.2015 | 10:00 Uhr

Der Wasser- und Bodenverband Schweriner See/Obere Sude muss sich neu aufstellen. Und das gleich aus drei Gründen. Der bisherige Geschäftsführer Hans Jammer-Lühr hat zu Jahresbeginn den Staffelstab weitergegeben und arbeitet derzeit seinen Nachfolger Mark Sierks ein. Auch der Verbandsvorsteher ist neu: Der Lübstorfer Landwirt Hans Rotermann gab dieses Ehrenamt an seinen Zülower Berufskollegen Michael Pahlow ab. Und der Verband ist zudem gewachsen.

Seit der Bildung Anfang der 1990er-Jahre galten in Sachen Regenwasserregulierung Gemeindegrenzen als Verbandsgrenzen. Jetzt sind die Einzugsgebiete der Gewässer maßgeblich. Damit werden nach einem Urteil des Oberverwaltungsgerichtes Greifswald die gesetzlichen Vorgaben umgesetzt, die in der Nachwendezeit mancherorts überschritten wurden. Alle 27 Wasser- und Bodenverbände in MV sind betroffen. „Wir gehören zu den ersten, die in den neuen Strukturen arbeiten“, berichtet Jammer-Lühr.

Der Wasser- und Bodenverband Schweriner See/Obere Sude gehört zu den „Gewinnern“. Das Verbandsgebiet erstreckt sich nun über 63 000 Hektar – ein Plus von gut 5000 Hektar. Und 48 statt bislang 27 Gemeinden sind vertreten – eine Reihe davon nur mit Teilflächen. Gewachsen ist der Verband vor allem im Quellgebiet des Aubaches bei Bobitz sowie am Ostufer des Schweriner Sees. Vom Stadtgebiet im Mueßer Holz mussten die Schweriner aber auch einen Teil abgeben, weil das Wasser von dort in die Stör fließt, gehört diese Fläche jetzt zum Verband „Untere Elde“.

Doch im Kern hat sich nichts geändert. Auch nicht bei den Aufgaben: Der Verband muss dafür sorgen, dass Regen- und Schmelzwasser so abfließen können, ohne dass Schaden für Menschen, Gebäude, Straßen, Pflanzen und Tiere entstehen. Für Drainagen auf Feldern oder Straßengräben ist der Verband nicht verantwortlich. Er kümmert sich um Gewässer der so genannten zweiten Ordnung, sprich Vorfluter, die das Wasser zum Schweriner See oder im südlichen Bereich zur Sude bringen.

„Das ist ein spannende Aufgabe, die ich immer gern gemacht habe“, sagt Hans Jammer-Lühr. Der Meliorationstechniker hat den Verband mit aufgebaut, stand ihm 22 Jahre lang als Geschäftsführer vor. Glanzpunkt in den zurückliegenden Jahren war für den heute 67-jährigen die Schweriner Buga im Jahr 2009. Denn da floss nicht nur das Wasser, sondern auch reichlich Fördergeld. Der Kreuzkanal und die anderen Gewässer im Schlossgarten konnten saniert werden. Diese sind nämlich nicht nur Schmuckstücke, sondern wassertechnisch gesehen eine echte Herausforderung. Das im Faulen See zusammenlaufende Wasser vom Großen Dreesch, aus dem Siebendörfer Moor und aus Neumühler, Lankower und Ostorfer See muss komplett durch dieses Nadelöhr geleitet werden. Und die einzige Stellschraube dafür ist die Wehranlage an der Schleifmühle.

Die kennt Mark Sierks schon lange. Denn er ist Schweriner, lebt mit Frau und zwei Kindern in der Stadt. Der Wasserbauingenieur arbeitete bislang im Wasser- und Bodenverband „Untere Elde“. Als die Stelle des Geschäftsführers im Schweriner Verband ausgeschrieben wurde, bewarb sich der 41-Jährgie. „Ich freue mich sehr, dass das geklappt hat.“ Mark Sierks macht sich jetzt mit den Strukturen und den technischen Anlagen vertraut. Dabei unterstützt ihn nicht nur Hans Jammer-Lühr. Mit Ursula Grustat bleibt die Fachfrau für Finanzen dem Verband erhalten. Und obwohl dieser gewachsen ist, bleibt es bei zwei Mitarbeitern in der Geschäftsstelle in Schwerin-Görries.

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