zur Navigation springen

Platz für 300 Kinder : Neuer Hort in der Friedensstraße

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Hauptausschuss empfiehlt, die ehemalige Berufsschule umzubauen und Betreuungsmöglichkeiten für mehr als 300 Kinder zu schaffen

svz.de von
erstellt am 23.Apr.2014 | 08:47 Uhr

Die Landeshauptstadt will die prekäre Hortsituation in der Innenstadt entschärfen. Der Hauptausschuss empfahl gestern Abend der Stadtvertretung, für den Umbau des Hauses Friedensstraße 4 zu stimmen. Dort sollen 308 Hortplätze geschaffen werden.

Ende Januar hatten die Stadtvertreter die Verwaltung beauftragt, die Grundschul- und Hortsituation wesentlich zu verbessern. Der Grund: Die Nachfrage nach Hortplätzen insbesondere an der Friedens- und der Fritz-Reuter-Schule hat in den vergangenen Jahren stetig zugenommen – und wird auch in den kommenden zehn Jahren anhalten, so die Prognose der Verwaltung. Das hat zur Folge, dass bisherige Horträume wieder als Klassenräume genutzt werden müssen. Deshalb die Suche nach einem neuen Hort.

Die Stadt hat gemeinsam mit der Kita gGmbH mögliche Standorte für die Hortbetreuung geprüft und sich dann für die Friedensstraße 4 entschieden. Das Haus muss aber für die geplante Nutzung hergerichtet werden.

Gebaut wurde es 1870 als Kaserne. Nach mehreren Umbauten wurde das städtische Gebäude bis 2005 als Berufsschule genutzt. Seitdem steht es leer. Die Bausubstanz befindet sich in einem „altersgemäßen Zustand“. Soll heißen, dass Wände, Decken und Treppen keine „fundamentalen Schäden“ aufweisen. Trotzdem ist vieles in Ordnung zu bringen. Und ob das Dach ohne Mängel ist, kann erst ein Gutachten darlegen, das es noch nicht gibt. Daher schätzt die Stadt die Kosten aktuell nur grob auf knapp fünf Millionen Euro. Grundsätzlich gäbe es dafür Städtebaufördermittel – immerhin bis zu 75 Prozent. Nur steht in diesem Jahr kein Fördergeld zur Verfügung, so dass es erst für 2015 beantragt werden kann. Und von der genehmigten Summe hängt dann auch ab, wie hoch die Elternbeiträge künftig sein werden. Sie machen die Hälfte des „zusätzlichen Entgelts“ aus. Die andere Hälfte muss die Stadt tragen.

Wann die Hortsituation in der Innenstadt durch den Umbau der Friedensstraße 4 entspannt werden kann, steht nicht in der Vorlage der Verwaltung. Mal heißt es, 2016 sei „sehr sportlich“, Pessimisten meinen, dass es erst 2018 etwas werden wird.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen