Das hat die Einheit für Schwerin gebracht : Neuer Glanz statt Bauruinen

Lebt dank der Wende seit 1991 in Schwerin: Stadtpräsident Stephan Nolte stammt aus Wuppertal.
Lebt dank der Wende seit 1991 in Schwerin: Stadtpräsident Stephan Nolte stammt aus Wuppertal.

Rückblick auf 27 Jahre Deutsche Einheit: Das Schweriner Stadtbild hat sich positiv verändert, sagt Stadtpräsident Stephan Nolte

svz.de von
26. September 2017, 08:00 Uhr

Nächsten Dienstag jährt sich zum 27. Mal der Tag der Deutschen Einheit. Was hat sie Schwerin und den Schwerinern gebracht? Vieles hat sich verändert oder ist völlig neu hinzugekommen. Wir wollen einige Beispiele aus Politik, Wirtschaft, Bildung und Gesellschaft vorstellen. Heute erzählt Stadtpräsident Stephan Nolte von den Problemen damals und dem Aufschwung heute.

Ossi- und Wessi-Vorurteile hat Stephan Nolte nach seinem Umzug nach Schwerin selbst nicht erlebt. „Natürlich gab es nach der Wende nicht nur Gewinner. Aber alleine, dass ich hier als gebürtiger Wuppertaler zum Stadtpräsidenten gewählt wurde, zeigt doch, dass die Schweriner kaum Ressentiments gegen Menschen aus den alten Bundesländern haben“, erklärt er.

Seit 2008 ist Nolte das Oberhaupt der Landeshauptstadt, 16 Jahre zuvor kam der CDU-Politiker aus Nordrhein-Westfalen nach Mecklenburg-Vorpommern. „Im Februar 1991 war ich zum ersten Mal hier – zum Bewerbungsgespräch als Referent für den damaligen Landtagspräsidenten Rainer Prachtl“, sagt Nolte. Auf dem Weg vom Bahnhof zum Schloss seien ihm die vielen alten Gebäude ins Auge gefallen, deren Zustand „ziemlich heruntergekommen“ gewesen sei. „Besonders die wirtschaftliche Situation und die Zahl der Arbeitslosen waren damals große Probleme“, erklärt der 61-Jährige. Seitdem sei viel passiert: Die Situation der Unternehmen in Schwerin habe sich deutlich verbessert und auch viele Häuser seien vorbildlich saniert worden. „Besonders was in Schwerin städtebaulich passiert ist, ist beachtlich“, sagt Nolte. Probleme gäbe es natürlich immer noch, allerdings hätten sie sich verlagert: „Unsere Stadt hat zu wenig Geld für die Aufgaben, die wir erfüllen sollen. Ich hoffe, dass wir durch das Finanzausgleichsgesetz mehr Mittel zur Verfügung gestellt bekommen“, so Nolte. Und auch die Errichtung von neuen Schulen, Kindertagesstätten und bezahlbarem Wohnraum für die Zugezogenen sei keine leichte Aufgabe für die Zukunft.

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