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Zeitung für die Landeshauptstadt

22. November 2017 | 06:44 Uhr

Kirche in Kirch Stück : Neuer Glanz für St. Georg

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Erstes Konzert in Kirch Stück nach einem Jahr Bauzeit

Es ist geschafft. Eine der ältesten Kirchen Mecklenburgs hat ihren Glanz wiederbekommen. Der Förderkreis der Kirche zu Kirch Stück ist erleichtert. In den vergangenen sechs Jahren wurden 877 298 Euro für die Restaurierung des Gotteshauses investiert. „Aus einer Rumpelkammer ist ein wahres Schmuckstück geworden“, sagt Jürgen Hansen, Vorsitzender des Förderkreises. Er ist stolz auf das Geschaffene und auch dankbar für die Unterstützung: „Allein beim letzten Projekt, der Innenraumsanierung, sind 200 000 Euro durch Sponsoren, Stiftungen und den Förderverein zusammengekommen“, nennt Hansen nur eines von vielen Einzelprojekten, die in der Summe den neuen Klang und Glanz in Sankt Georg ausmachen. „Besonders schön ist es, dass Restaurator Matthias Bresien die alten Wandbemalungen entdeckt hat. Jetzt gibt es keine großen einfarbigen Flächen, sondern schöne Rahmen in einem hellen Blau und Ocker“, erklärt Hansen. Auch die Bögen im Chor haben nun eine andere Farbe: Anthrazit. „Das ist vielleicht etwas ungewöhnlich, aber nach alten Vorlagen“, ergänzt der Seehofer. Erstaunt ist er auch, dass alles reibungslos geklappt hat. Denn immerhin habe es zwar viele unerwartete Aufgaben gegeben, „aber eine Lösung war stets schnell zur Hand“, erinnert er sich an die intensive Bauphase. Architekt Wolfram Keßler sei ihm in der gesamten Bauzeit ein guter Partner gewesen. „Immer wenn es schwierig wurde, war er da und Keßler hat auch dafür gesorgt, dass die geplante Bausumme eingehalten werden konnte“, betont Hansen.

Der Vorsitzende des Fördervereins ist gespannt auf die Reaktionen aus der Bevölkerung. Denn am morgigen Sonntag öffnen sich die Türen zu Kirchenschiff und Chor zum ersten Mal nach einem Jahr Bauzeit wieder für Gäste. Der Plater Gospelchor erfüllt ab 17 Uhr die Kirche mit Pop-Songs wie auch sinnlichen Melodien, verspricht Hansen. Der Eintritt ist frei, Spenden sind aber willkommen. Denn eine kleine Aufgabenliste ist geblieben: „Bei so alten Mauern gibt es immer etwas zu tun“, sagt der Vereinsvorsitzende und verweist auf weitere Projekte wie die geplante Sanierung der Börger-Orgel aus dem Jahr 1906 sowie die Herstellung der Eversschen Grabkapelle und deren Nutzung als Urnenstätte in der Kirche.

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