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Zeitung für die Landeshauptstadt

18. Dezember 2017 | 21:40 Uhr

Brüsewitz : Neuer Anlauf fürs Pflegezentrum

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Senioren sollen in Brüsewitz alt werden – Projekt nach Widerstand aus Schwerin abgespeckt und in den Zentralort verlegt

von
erstellt am 23.Jul.2015 | 23:45 Uhr

Die Brüsewitzer Kommunalpolitiker wollen Wort halten und noch in dieser Wahlperiode ein Pflege- und Gesundheitszentrum schaffen, damit Einwohner aus der Gemeinde und den Nachbardörfern auch im hohen Alter in der gewohnten Umgebung wohnen bleiben können: nun aber direkt in Brüsewitz und nicht mehr im Ortsteil Herren Steinfeld und in deutlich abgespeckter Form. Denn die ursprüngliche Idee aus dem Jahr 2011 (SVZ berichtete) ist letztlich am Widerstand der Stadt Schwerin gescheitert. Der war das Vorhaben im Speckgürtel zu groß. Und da die Stadt als Oberzentrum bei solchen Planungen nicht nur ein Mitsprache-, sondern auch ein Vetorecht hat, musste die Gemeinde sich neu
orientieren. „Letztlich stehen wir auch bei den alten Leuten im Wort“, betont der Brüsewitzer Bürgermeister Manfred Dutz. „Und vor allem benötigen wir dringend so ein Pflege- und Gesundheitszentrum.“

Gemeindevertreter und ein Investor aus Hamburg wagen deshalb einen neuen Vorstoß und legen dem Landesamt für Raumordnung ein frisches Konzept vor. „Das ist quasi eine Bauvoranfrage“, erläutert Dutz. Zugleich hofft er, dass Ende nächsten Jahres Baurecht herrscht und der Investor loslegen kann. Konkret geht es um altengerechte Wohnungen, betreutes Wohnen und ein Pflegeheim hinter den Neubaublocks im Dorfkern von Brüsewitz. Auch Veranstaltungsräume, Restaurant oder Café, Arztpraxen und Therapieräume sind vorgesehen. „In Ergänzung zu unserem Einkaufszentrum“, wie Dutz betont. Gleich um die Ecke, auf einstigen Gewerbeflächen, kommen eine Solethermalanlage mit kleinem Gästehaus hinzu. Vor allem dieser Bereich war beim Herren Steinfelder Projekt viel größer, da standen noch ein Kongresszentrum, weitere Einkaufsmöglichkeiten und mehr Hotelbetten auf der Agenda. Die Crux beim Herren Steinfelder Projekt war, dass dafür erst der Flächennutzungsplan der Gemeinde geändert hätte werden müssen.

„Jetzt planen wir auf ausgewiesen Wohngebiets- und Mischflächen im Zentralort unserer Gemeinde“, betont Dutz. Deshalb hofft er auch auf eine Zustimmung – im ersten Schritt von den Landesbehörden und im zweiten auch von der Stadt Schwerin.

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