Schweriner Investoren : Neuer Anlauf für Vorwärts-Verkauf

Oldtimer-Treffen auf dem KIW-Gelände: Ein potenzieller Investor möchte neben Wohnungen auch eine Oldtimer-Schau etablieren.  Fotos: Archiv/Klawitter
Oldtimer-Treffen auf dem KIW-Gelände: Ein potenzieller Investor möchte neben Wohnungen auch eine Oldtimer-Schau etablieren. Fotos: Archiv/Klawitter

Die drei bisherigen Interessenten sind von der Stadtverwaltung aufgefordert worden, ihre Angebote nachzubessern

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02. Januar 2018, 20:45 Uhr

Mauschelt die Stadt beim Verkauf des Vorwärts-Geländes? Die drei Interessenten sind jedenfalls aufgefordert, ihre Angebote nachzubessern.

Nachdem die Stadt für das Areal am Mittelweg jahrelang keinen Investor fand, trat Ulrich Bunnemann – er baut die alte Brauerei und die Schwimmhalle am Fliederberg zum Wohnstandort um – an die Verwaltung heran. Er wolle die Vorwärts-Immobilie kaufen. Da für die Stadt eine freihändige Vergabe nicht möglich war, wurde ein Verkehrswertgutachten erstellt und das Vorwärts-Areal offiziell ausgeschrieben. Daraufhin meldeten sich insgesamt drei Interessenten.

Bunnemann will in die unter Denkmalschutz stehenden Gebäude Wohnungen einbauen und stilles Gewerbe ansiedeln. Das gleiche hat eine Investorengruppe vor. Wolfgang Winkler, Rainer Cyliax und Mario Kube möchten auf der 62 000 Quadratmeter großen Fläche eine Mixtur aus Gewerbe und Wohnen etablieren. Und Ulf Heyer möchte preiswerte Mietwohnungen neu bauen und in der großen, insgesamt 18 000 Quadratmeter große Halle mit dem prägnanten „Sägezahn“-Dach eine Oldtimer-Schau etablieren. Bei ihm kommen unter anderem noch Schulungsräume, eine Gastronomie und ein Verkehrsgarten hinzu.

Doch es gibt Ungereimtheiten. Ulrich Bunnemann ist der einzige der drei Bieter, der einen Preis unter dem Verkehrswert bezahlen will und bei dem die Unterbringung der Freiwilligen Feuerwehr Mitte in den Garagen neben dem Verwaltungsgebäude keine Rolle spielt. Das aber war von der Verwaltung in der Ausschreibung gewünscht worden. Und weil er weniger als den Verkehrswert geboten hat, müsste er von vorn herein aus dem Verfahren rausfallen.

Ulrich Bunnemann scheint allerdings ein Wunschkandidat zu sein. Das jedenfalls ist von den Kommunalpolitikern immer wieder zu hören. Will die Stadt deshalb die Möglichkeit einräumen, ein verbessertes Angebot abzugeben? „Da wird nicht gemauschelt“, sagt Baudezernent Bernd Nottebaum. „Alle haben die Chance, ihr Angebot zu überarbeiten, auch hinsichtlich der Feuerwehr.“ Die aber war bei zwei Angeboten bereits berücksichtigt.


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