Aus Schwerins Vergangenheit : Neue Wege für Auto und Bahn

Auf dem Schelfmarkt fuhr vor 50 Jahren noch eine Straßenbahnlinie. Der Betrieb wurde jedoch ein Jahr später, 1968, eingestellt.
Auf dem Schelfmarkt fuhr vor 50 Jahren noch eine Straßenbahnlinie. Der Betrieb wurde jedoch ein Jahr später, 1968, eingestellt.

Vor 50 Jahren gab es zahlreiche Veränderungen in der Infrastruktur

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24. November 2017, 23:17 Uhr

Seit der Gründung der Stadt 1160 hat sich Schwerin stetig verändert, ist mit den Jahren immer weiter gewachsen. Neue Straßen wurden geplant, Gebäude errichtet und wieder abgerissen, Grünflächen entstanden und Bäume mussten neuen Bauprojekten weichen – in der Landeshauptstadt ist einiges passiert. Was war denn vor 50 Jahren in Schwerin los?

Neue Straßen, neue Radwege, neue Straßenbahnlinien – das Jahr 1967 brachte zahlreiche Veränderungen in der Infrastruktur der Stadt. So konnten am 28. April die ersten Autos auf der knapp drei Kilometer langen Straße von Neumühle nach Lankow fahren. Sie war deswegen so wichtig, weil die Hauptstraße Richtung Gadebusch für den Bau der Straßenbahnlinie nach Lankow gesperrt war. Ab dem 28. Juli konnten Autofahrer auch von der heutigen Mecklenburgstraße zum Platz der Jugend und in die Graf-Schack-Allee gelangen. Am 5. Oktober war zudem die Verbindungsstraße vom Eichenweg zum Buchenweg im Schelfwerder fertig.

Die größten Veränderungen in der Infrastruktur gab es vor 50 Jahren jedoch für die Straßenbahnen. Der VEB Nahverkehr Schwerin führte nicht nur am 10. Mai den schaffnerlosen Betrieb ein, sondern verlegte 1967 auch fleißig neue Gleise und baute so das Streckennetz aus. Am 23. März wurde die Wendeschleife am KGW fertig, einen Monat später begannen die Baumfällarbeiten am Schweizerhaus im Schlossgarten. Denn oberhalb der Freilichtbühne sollte eine Wendeschleife für die Straßenbahn nach Lankow entstehen.

Ab dem 1. Mai fuhren die Fahrgäste der Linie 1 mit der Straßenbahn bis nach Zippendorf durch, weil der Betrieb der Kuppelendstelle am Funkhaus eingestellt wurde. In Zippendorf musste dann auch eine Wendeschleife gebaut werden. Ende 1967 konnten sogar noch mehr Gäste mitfahren, weil fortan auf der Linie 1 drei Wagen eingesetzt wurden.

Im August vor 50 Jahren begannen die Arbeiten auf dem Platz der Freiheit für die neue Linie nach Lankow, im November wurden dann neue Gleise verlegt – zwischen der Franz-Mehring-Straße und dem Platz der Freiheit sowie in der Wittenburger Straße zwischen Voßstraße und der Fritz-Reuter-Straße. Damit war jedoch noch lange nicht Schluss für den Ausbau des Straßenbahnnetzes. In den 1970er-Jahren kamen die Linien auf den Dreesch und nach Süd hinzu.

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