Neuer Mitarbeiter : Neue Stelle fürs Bauamt bewilligt

Beim Straßenbau unterm Tunnel in der Trammer Straße in Crivitz vertritt der Tiefbau des Amtes die Interessen der Stadt.
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Beim Straßenbau unterm Tunnel in der Trammer Straße in Crivitz vertritt der Tiefbau des Amtes die Interessen der Stadt.

Zusätzlicher Mitarbeiter soll den Berg an Arbeit im Fachbereich Tiefbau des Amtes Crivitz abtragen helfen

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29. August 2016, 08:00 Uhr

Es ist beschlossene Sache: Das Sachgebiet Tiefbau im Amt für Stadt- und Gemeindeentwicklung des Amtes Crivitz – kurzgesagt im Bauamt – bekommt eine zusätzliche Vollzeitstelle. Ab nächsten Jahr. Dafür haben sich die Mitglieder des Amtsausschusses mehrheitlich ausgesprochen.

Hintergrund der Neueinstellung: Die Arbeit im Bauamt türmt sich. Seit Juni liegen drei Überlastungsanzeigen vor. Die Mitarbeiter sind verpflichtet, ihre Vorgesetzen zu informieren, wenn größere Arbeitsrückstände entstehen könnten. Und in dem konkreten Fall ist das auch so. Die Arbeitsrückstände würden zum Teil schon aus der Zeit vor der Ämterfusion resultieren, geht aus der Vorlage an den Amtsausschuss hervor.

Gegenwärtig können mehrere Aufgaben nicht fristgerecht be- beziehungsweise abgearbeitet werden. Dazu gehört die Berechnung der Straßenausbaubeiträge, teilweise bestehe hier sogar die Gefahr der Verjährung. Die Vorbereitung für Kalkulationen von Straßenreinigungssatzungen könnten derzeit gar nicht bearbeitet werden, heißt es. Schwierig gestalte sich auch die Vorbereitung und Durchführung von Unterhaltungsarbeiten und Investitionen im Tiefbaubereich (Straßen- und Wegebau sowie Grünanlagen). Und schließlich gehe es um die komplette Neuordnung der Wasser- und Bodenverbände, der Kalkulation und Erstellung von 44 neuen Satzungen. Denn so viele sind es, weil die Zugehörigkeit der Kommunen zu den Wasser- und Bodenverbänden neu sortiert wurden.

Durch die Umwandlung einer ehemaligen Leiterstelle in eine Sachbearbeiterstelle wurde nur eine Teilentlastung erreicht. Im Bereich Straßenunterhaltung, Straßeninvestitionen und Beleuchtung habe sich die Situation sogar verschärft. Der Verwaltungsaufwand, insbesondere die Vorbereitung, Durchführung und Abrechnung von Investitionen einschließlich dem Prozedere mit den Fördermitteln und dem Betreuungsaufwand vor Ort, habe sich merklich erhöht. Hinzu kommen die Fahrten in die 17 Kommunen, die zusätzlich Zeit kosten würden. Und für den Amtsleiter, der zugleich Sachgebietsleiter Tiefbau ist, habe sich der Leitungsaufwand ebenfalls deutlich erhöht. Daher sei es geboten, eine weitere Stelle für einen Sachbearbeiter zu schaffen, schlug der Hauptausschuss vor. Die Stelle soll zum 1. Januar 2017 geschaffen werden. Die Personalkosten werden auf 47000 Euro im Jahr geschätzt.

In der Diskussion zuvor meldeten sich Befürworter und Kritiker zu Wort. Die Crivitzer Bürgermeisterin Britta Brusch-Gamm zum Beispiel sah es als vordringlich an, den Berg an Arbeit endlich abzubauen – auch, um wegen Verjährungsfristen kein Geld zu verlieren. Gunnar Weinke, Bürgermeister aus Langen Brütz, hingegen befürchtet ausufernde Kosten – allein schon beim Lohn. Wie auch Rainer Mönch aus Goldenstädt erinnerte er daran, dass es zu Beginn der Fusion weniger Mitarbeiter waren. Doch nun ist die Zahl angewachsen: Anfangs gab es 68 Vollzeitstellen, jetzt 73, nächstes Jahr komme eine weitere hinzu, erläutert Heike Isbarn gegenüber SVZ.

Zusätzliche Personalkosten in der Amtsverwaltung belasten den Haushalt der Gemeinden, so Weinke weiter. Es bestehe die Gefahr, dass freiwillige Leistungen gekürzt werden müssten. Weinke regte an, Arbeiten auch extern zu vergeben. Lutz Scherling aus Sukow entgegnete, dass Ausschreibungen nicht immer ideal seien. Dem stimmte die Amtsvorsteherin Heike Isbarn zu. Das Amt hätte schon versucht, Arbeiten für diesen Bereich extern zu vergeben. Aber die Angebote seien sehr teuer gewesen und die Arbeitsentlastung nicht in der erhofften Größenordnung. Dennoch könnten im Einzelfall Zuarbeiten an Externe vergeben werden, so Isbarn.

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