Schwerin : Neue Schwimmhalle im Modell fertig

<strong>OB Angelika Gramkow: </strong>'Das Modell bringt Vorfreude auf die neue Halle.'<foto>Gert Steinhagen</foto>
OB Angelika Gramkow: "Das Modell bringt Vorfreude auf die neue Halle."Gert Steinhagen

Die Tage der alten Schwimmhalle auf dem Großen Dreesch sind gezählt. Das mit den Planungen beauftragte Büro Bau Concept aus dem sächsischen Lichtenstein übergab am Freitag ein Modell der neuen Schwimmhalle.

svz.de von
19. März 2013, 03:28 Uhr

Schwerin | Die Tage der alten Schwimmhalle auf dem Großen Dreesch sind gezählt. Das mit den Planungen beauftragte Büro Bau Concept aus dem sächsischen Lichtenstein übergab gestern Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow und Sportdezernent Dieter Niesen ein Modell der neuen Schwimmhalle auf dem Großen Dreesch. "Das Modell bringt Vorfreude auf die neue Halle. Ein weiterer Schritt in Richtung Baustart ist getan: Die Baugenehmigung ist erteilt", so Gramkow.

Zum Jahresende wird die alte Schwimmhalle geschlossen und im ersten Quartal 2013 abgerissen (SVZ berichtete). Die Vorbereitungen laufen dafür im Hintergrund auf Hochtouren. "Gegenwärtig werden die Ausführungsplanung verfeinert und die Leistungsverzeichnisse für die Ausschreibungen vorbereitet. Nach den Vorgaben der Landeshauptstadt haben wir ein funktionales, modernes Bad entwickelt", erklärt Bau Concept-Geschäftsführer Bert Hoffmann.

In der neuen Schwimmhalle stehen zukünftig zwei Becken mit sechs und vier 25-Meter-Bahnen für Schwimmfreunde, Vereine und Schulen zur Verfügung. Das Becken für das Bevölkerungsschwimmen wird verschiedene Wassertiefen anbieten, so dass beispielsweise spezielle Aquakurse angeboten werden können. Kleine Wasserratten können sich in einem 25 Quadratmeter großen Planschbecken tummeln. Es ist vorgesehen, dass das Sechs-Bahnen-Becken primär für das Vereins- und Schulschwimmen zu Verfügung steht.

Gestalterisch haben die Planer die Farben der Küste aufgenommen: blaues Wasser, gelber Strand und frisches Grün. Ob Fliesen, Möbel oder Wärmebänke - alles soll farblich abgestimmt für perfektes Badevergnügen sorgen. Die Farben werden sich durch die gesamte Schwimmhalle ziehen, für ein angenehmes Ambiente sorgen und gleichzeitig Orientierung geben. Schon vom Eingangsbereich können durch eine große Glaswand die Schwimmer beobachtet werden. Hier wird auch eine LED-Tafel zeigen, dass mit der neuen Schwimmhalle Energie gespart wird.

Die Halle wird behindertengerecht gebaut. Abstimmungen mit dem Behindertenbeirat haben bereits stattgefunden. Dieter Niesen: "Neben einem guten Interessenausgleich für die verschiedenen Nutzer legen wir großen Wert darauf, dass energetische Maßnahmen die Betriebskosten bezahlbar halten. Für den Neubau wird eine energetische Gesamtkonzeption aus Fernwärme mit ergänzender Wärmepumpe, Solarthermie und Photovoltaikanlage umgesetzt. Schon durch die Entscheidung der Stadtvertretung, zwei marode Schwimmhallen durch ein neues energetisch optimiertes Bad zu ersetzen, werden die Energiekosten entscheidend gedrückt. Dies ist aufgrund der finanziellen Lage der Stadt auch zwingend erforderlich. Für die energetische Optimierung sollen rund 400 000 Euro eingesetzt werden."

Insgesamt investiert die Landeshauptstadt mehr als zehn Millionen Euro in das Vorhaben. Gefördert wird das Bad mit Mitteln der Städtebauförderung und aus energetischen Förderprogrammen. Beim Innenministerium wurde ein Antrag auf 2,5 Millionen Euro Sonderbedarfszuweisung gestellt. Die neue Schwimmhalle soll Ende des zweiten Quartals 2014 öffnen.

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