Pläne für Altes Kino : Neue Ideen für Schauburg-Areal

Abgepollert: Ein zu erarbeitender Bebauungsplan muss auch die Verkehrsführung klären, wenn Hotel und Geschäfte ins Areal ziehen.
Abgepollert: Ein zu erarbeitender Bebauungsplan muss auch die Verkehrsführung klären, wenn Hotel und Geschäfte ins Areal ziehen.

Erste Wohnungen im Quartier bereits entstanden, zweites Mercure-Hotel und Markenhändler TK Maxx könnten in alte Feuerwehr ziehen

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02. November 2014, 23:53 Uhr

Jahrelang hatte die Stadt gehofft, dass die Textilhandelskette Peek & Cloppenburg in dem Areal zwischen Mecklenburg-, Geschwister-Scholl- und Goethestraße baut. Das Modekaufhaus hatte das Gelände gekauft, als klar war, dass die Hamburger ECE-Gruppe das Schlosspark-Center bauen wird. Doch danach tat sich nicht viel auf der Fläche, auf der einst unter anderem das Kino Schauburg und die alte Feuerwache zu Hause waren. 2012 hat eine türkischstämmige Familie aus Berlin das Quartier erworben. Havi und Nuber Doganay betreiben gemeinsam mit Sohn Musa Christian einen erfolgreichen Gewürzhandel mit Niederlassungen in Esslingen und Schwerins Partnerstadt Wuppertal (SVZ berichtete). Nach ersten erfolgreichen Umbauten zu Wohnungen plant der Investor nun, das gesamte Quartier zu entwickeln.

Nach SVZ-Informationen gäbe es bereits Gespräche mit dem Mercure-Hotel, das eine zweite zentrumsnahe Dependanz wolle. Des Weiteren würde mit TK Maxx verhandelt. In den Läden wird Marken-Mode, Schuhe und Accessoires deutlich reduziert angeboten. TK Maxx gehört zur „TJX Companies Inc.“-Gruppe, dem weltweit größten Off-Price-Einzelhandels-Unternehmen. Dazu zählen mehr als 2400 Filialen in den USA und Kanada, rund 300 in Großbritannien und Irland sowie 71 in Deutschland und 25 in Polen. Werden die Verhandlungen erfolgreich zum Abschluss geführt, soll ein Bebauungsplan für das Quartier erarbeitet werden.

Dabei muss dann auch geklärt werden, wie der Verkehr geführt werden kann. Die derzeit einzige Ausfahrt – die der einstigen Feuerwehr in der Geschwister-Scholl-Straße – gehört jetzt zu den Parkplätzen der Wohnungsgesellschaft Schwerin (WGS).

In der Stadt sind die Pläne bereits bekannt, bestätigt Bau- und Wirtschaftsdezernent Bernd Nottebaum auf SVZ-Anfrage. Das Vorhaben werde begrüßt und unterstützt. „Der Investor muss jetzt mit uns einen städtebaulichen Vertrag machen. Dann können wir den Bebauungsplan erarbeiten“, sagt Nottebaum zum Prozedere. Bis zur Fertigstellung würden mit Einbindung der politischen Gremien – unter anderem müssen die zuständigen Fachausschüsse der Stadtvertretung darüber beraten – dann etwa zwei Jahre vergehen, so die Erfahrungswerte in Schwerin.


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