Schwerin : Neue Idee: Stadtbibliothek ins Thalia

<strong>Ein möglicher Standort:</strong> Das der WGS gehörende Thalia-Haus steht leer. Eine langfristige Nutzung ist nicht in Sicht. <foto>Klawitter</foto>
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Ein möglicher Standort: Das der WGS gehörende Thalia-Haus steht leer. Eine langfristige Nutzung ist nicht in Sicht. Klawitter

Die Diskussion um die Zukunft der Stadtbibliothek nimmt kein Ende. Die Oberbürgermeisterin soll einen Standortvergleich vorlegen. Neu dabei: das ehemalige Thalia in der Geschwister-Scholl-Straße.

svz.de von
23. Januar 2013, 07:16 Uhr

Schwerin | Die Diskussion um die Zukunft der Stadtbibliothek nimmt kein Ende. Der Hauptausschuss empfiehlt der Stadtvertretung, einen interfraktionellen Ersetzungsantrag zu beschließen, mit dem zunächst erst einmal ein Standort für die Bibliothek gesucht werden soll.

Nachdem Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow ihren Plan, das ehemalige C & A-Kaufhaus anzumieten, auf Druck der Stadtvertretung fallen lassen musste, favorisierte sie einen Neubau im hinteren Bereich des jetzigen Büchereistandortes in der Wismarschen Straße. Das war den Fraktionen von CDU/FDP, SPD-Bündnis 90/ Die Grünen und der Unabhängigen Bürger zu wenig. Sie wollen wissen, was denn eine Anmietung anderer Immobilien in der Stadt bedeuten und vor allem kosten würde. Im Gespräch waren bisher die Schweriner Höfe, das ehemalige Karstadt-Kaufhaus in der Schmiedestraße und die Landesbibliothek in der Johannes-Stelling-Straße. Jetzt hat die Oberbürgermeisterin noch einen weiteren Standort ins Gespräch gebracht: das ehemalige Thalia in der Geschwister-Scholl-Straße. "Das geht auf einen Wunsch der Wohnungsgesellschaft zurück", so Angelika Gramkow. Die WGS musste das Gebäude einst auf Druck der Stadtvertreter übernehmen. Nur gibt es bisher keine dauerhafte Nutzung. Nun also soll auch hier geprüft werden, ob die Bibliothek die Räumlichkeiten nutzen könnte. "Ich bin sehr traurig, dass die Standortfrage immer noch nicht geklärt ist", sagte Angelika Gramkow. "Damit bleibt die Zukunft der Bibliothek weiter ungewiss."

Die Oberbürgermeisterin hatte bereits grob prüfen lassen, ob andere Standorte als der in der Wismarschen Straße in Frage kommen könnten. Die Stadtvertreter wollen genauere Daten.

Was Oberbürgermeisterin Gramkow kategorisch ausschließt, ist ein Zusammenschluss der Stadtbibliothek mit der Landesbibliothek. "Das wäre erst ab 2017/18 möglich. Das ist keine Option." Für sie käme nur eine Investition am jetzigen Standort in Frage. Allerdings: Im Haushalt für das laufende Jahr sind weder Baukosten noch Mietausgaben vorgesehen. Offenbar rechnet auch die Verwaltung nicht mit einer schnellen Lösung in Sachen Stadtbibliothek.

Die Stadtvertreter wollen allerdings Druck machen. Ein akzeptabler Vorschlag, wie es mit der Bibliothek weitergehen kann, soll so schnell wie möglich auf den Tisch der Stadtvertreter. Die Funktionsfähigkeit der Einrichtung müsse auf jeden Fall erhalten bleiben.

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