Investor für Schweriner Traditionshaus : Neue Hoffnung fürs Kurhotel

Zugewuchert, die Fensterhöhlen leer, aber ein mit Planen gesichertes Dach – nach jahrelangem Stillstand scheint sich etwas zu tun am repräsentativen Haus auf dem Bornberg.
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Zugewuchert, die Fensterhöhlen leer, aber ein mit Planen gesichertes Dach – nach jahrelangem Stillstand scheint sich etwas zu tun am repräsentativen Haus auf dem Bornberg.

Münchner Investoren haben das Haus sichern lassen und arbeiten aktuell am Antrag für die Baugenehmigung

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01. Juni 2016, 08:00 Uhr

Hat das Kurhotel in Zippendorf doch wieder eine Zukunft? Nach jahrzehntelangem Leerstand und mehreren Besitzerwechseln scheinen die jetzigen Eigentümer wild entschlossen, das denkmalgeschützte Haus zu sanieren. Erste Sicherungsarbeiten am Dach wurden bereits vorgenommen. Der weitere Verfall soll gestoppt werden. Die Fenster bleiben offen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.

Derzeit arbeitet ein Münchner Architekturbüro an der Baugenehmigung. „Wir haben eine sehr gute Zusammenarbeit mit der Stadt“, sagte ein Investorensprecher. Dabei ist das Vorhaben offenbar nicht einfach zu handhaben. Denn nicht nur das denkmalgeschützte Haupthaus muss saniert und Wohnungen eingebaut werden. Damit sich das Projekt rechnet, sollen rechts und links Wohnhäuser in den Hang zum Franzosenweg gebaut werden. Noch wird diskutiert, ob beide Baukörper unterschiedlich hoch oder jeweils viergeschossig sein müssen. Einigkeit besteht aber offenbar weitgehend hinsichtlich einer Lärmschutzwand zur Crivitzer Chaussee hin. Die soll so unauffällig wie möglich werden.

Knackpunkt ist noch der Naturschutz. Mit einem Gutachten müssen die Investoren nachweisen, dass keine Fledermausquartiere zerstört werden. Außerdem wurde vor Jahren am Kurhotel ein Turmfalke gesichtet. Ist der noch da, muss er geschützt werden.

Baubeginn, so der Sprecher, könnte in eineinhalb Jahren sein. Die Wohnungen könnten dann Ende 2019, Anfang 2020 bezogen werden.

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