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24. November 2017 | 08:45 Uhr

Schwerin : Neue Abwasser-Abfuhr-Runde

vom

Entsorgung von Schmutzwasser aus Sammelgruben in Kleingärten wird neu ausgeschrieben – vorerst bleibt die WAG zuständig

svz.de von
erstellt am 07.Dez.2015 | 20:59 Uhr

Für die Abwasserentsorgung in den Kleingärten der Stadt gilt vorerst „Paragraf 1 der mecklenburgischen Landesverfassung“:  Allens bliwwt bin Ollen. Die kommunale Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungsgesellschaft wird weiterhin die Gruben leeren. Gleichzeitig reagiert aber die Schweriner Abwasserentsorgung auf das Urteil des Oberlandesgerichts, wonach der Vertrag zwischen SAE und WAG aufgehoben wurde und europaweit neu ausgeschrieben werden muss.

„Für die Kleingärtner läuft die Abwasserentsorgung weiter wie bisher“, sagt SAE-Werkleiter Lutz Nieke. „Die WAG bleibt vorerst der Entsorger.“ Bis das Ergebnis einer neuen Ausschreibung vorliegt. „Wir werden für das kommende Jahr die Abwasserabfuhr aus den Kleingärten deutschlandweit neu ausschreiben“, sagt der zuständige Wirtschaftsdezernent Bernd Nottebaum. „Für die daran anschließenden vier Jahre erfolgt dann, wie vom Gericht gefordert, eine europaweite Ausschreibung.“

Ob es dann für die Kleingärtner günstiger wird, bleibt abzuwarten. Denn in dem Preis, den sie bezahlen müssen, ist nicht nur die Jaucheabfuhr enthalten. „Wir bieten weiteren Service wie beispielsweise die Dichtigkeitsprüfungen der Sammelgruben“, so Werkleiter Nieke. „Außerdem gibt es bei uns eine ordentliche Abrechnung.“

Und wenn die WAG den neuen Auftrag nicht bekommt? Dann hat sie zwei nahezu neue Jauchefahrzeuge zu viel. Die wurden extra für den aktuellen Auftrag angeschafft.

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