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Wohnpark investiert : Neue 24-Stunden-Kita in Zippendorf geplant

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Interesse an Nacht- und Wochenend-Betreuung ungebremst: Kita gGmbH bereitet dritten Standort vor

svz.de von
erstellt am 03.Sep.2014 | 08:00 Uhr

Die Pläne für eine neue 24-Stunden-Kita in Schwerin laufen auf Hochtouren. Sie wäre die dritte ihrer Art und soll in Zippendorf vom Wohnpark gebaut und von der Kita gGmbH betrieben werden. Läuft alles wie geplant, hält die Landeshauptstadt bald 180 Kinderbetreuungsplätze vor, die rund um die Uhr und an sieben Tagen die Woche geöffnet sind. Landesweit bleibt sie damit Vorreiter.

Mit der Kita „Nidulus“ auf dem Helios-Gelände und der „Nidulus duo“ bei Sozius an der Wismarschen Straße sei der Norden der Stadt gut abgedeckt, sagt Anke Preuß, Geschäftsführerin der Kita gGmbH. Vom Standort in Zippendorf erhofft sie sich, vor allem die Eltern auf dem gesamten Dreesch zu erreichen. „Es gibt in Schwerin ein enormes Potenzial an Frauen, die nicht erwerbstätig sein können, weil sie keinen Betreuungsplatz für ihre Kinder haben“, sagt sie. Allein auf dem Dreesch stünden nur knapp die Hälfte der rund 7000 dort lebenden Frauen zwischen 20 und 65 Jahren in Lohn und Brot, steht in einer Statistik, auf die sich auch Anke Preuß beruft. Die 24-Stunden-Kitas richten sich an Mütter und Väter, die z.B. an Wochenenden, am späten Abend, nachts oder im Schichtbetrieb arbeiten. Bei „Nidulus“ werden Kinder z.B. von Ärzten, Pflegekräften, Polizeibeamten oder Beschäftigten aus dem Hotel- und Gastrogewerbe betreut. Die Kita „Nidulus“ ging Ende 2009 an den Start, 64 Kinder verbringen hier ihre Zeit. „Nidulus duo“ wird am 28. November eröffnet. Insgesamt 69 Plätze wird es dort geben. Noch einmal 48 sollen in Zippendorf entstehen.

Die Idee zur dritten 24-Stunden-Kita für Schwerin kam übrigens vom Geschäftsführer des Wohnparks Zippendorf, sagt Anke Preuß. Der Neubau soll auf einer Fläche hinter den beiden Pflegeheimen errichtet werden. Die Kita gGmbH wäre nur Betreiber des Objekts. Der Wohnpark möchte einen Anreiz für junge Fachkräfte in der Pflege bieten, die ihre Kinder gleich auf dem Gelände unterbringen könnten. Allerdings ist das potenzielle Baugrundstück im B-Plan noch als Grünfläche ausgewiesen und müsste umgewidmet werden. Positive Gespräche mit dem Bauamt habe es gegeben, so Anke Preuß. Trotzdem müsse die Umwidmung noch durch die Gremien der Stadtvertretung. Mit dem Baubeginn sollte nicht vor Mitte 2015 gerechnet werden, sagt die Betriebswirtin. Erste Architektenpläne gibt es schon und das Finanz- und Personalkonzept hat Anke Preuß quasi in der Schublade – schließlich hat sie das „Nidulus“-Konzept lange vorbereitet und deutschlandweit Informations- und Beratungsgespräche in Sachen 24-Stunden-Kita geführt. Sogar eine Namens-Idee für den Standort in Zippendorf gäbe es schon – aber die werde frühestens beim ersten Spatenstich verraten.

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