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Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft investiert : Neubau löst Platten-Sanierung ab

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Mehr als 1000 Wohnungen hat die Schweriner Wohnungsbaugesellschaft in den vergangenen Jahren in den Stadtteilen Großer Dreesch, Neu Zippendorf und Mueßer Holz vom Markt genommen. Mehrere Abrisse stehen auch 2013 noch an.

svz.de von
erstellt am 14.Okt.2012 | 10:10 Uhr

Schwerin | Mehr als 1000 Wohnungen hat die Schweriner Wohnungsbaugesellschaft (SWG) in den vergangenen Jahren in den Stadtteilen Großer Dreesch, Neu Zippendorf und Mueßer Holz vom Markt genommen. Mehrere Abrisse stehen auch 2013 noch an. Für ihre Investitionen und die innovativen Ideen beim Stadtumbau Ost ist die SWG mehrfach ausgezeichnet worden, ihre Wohnungen in den Vorzeigequartieren Grünes Tal und Seeterrassen gingen weg wie warme Semmeln. Doch ein "zukunfts orientiertes Wohnungsunternehmen", als das sich die SWG versteht, braucht mehr - zum guten Bestandsmix gehören auch Luxuswohnungen mit großen Fensterfronten und tollem Stadtblick aus luftiger Höhe, die gerne mal zehn Euro den Quadratmeter kalt kosten. In der Speicherstraße 25 baut die SWG jetzt das so genannte "HQ 9", das neunte Hochhaus im angesagten Neubaugebiet Hafenquartier am Ziegelinnensee.

Sieben SWG-Geschosse sollen nächstes Jahr an der Hafenkante in die Luft ragen. Aktuell wird die Tiefgarage fertig gestellt. Auf ihr wächst das Haus mit insgesamt 26 Wohnungen. Im 1. bis 6. Stock gibt es jeweils vier Drei-Raum-Wohnungen mit einer Fläche von 104 bis 113 Quadratmetern, ganz oben sind zwei Vier-Raum-Wohnungen geplant, die 119 beziehungsweise 125 Quadratmeter Wohnfläche bieten. Besonderheit: Während es in den weißen schicken Nachbarhäuser im Hafenquartier vor allem Eigentumswohnungen gibt, wird die SWG das HQ 9 vermieten. Insgesamt 5,4 Millionen Euro wird das Haus kosten, das Ende 2013 fertig gestellt sein soll. Auf der diesjährigen Hauptversammlung konnten die Vertreter der Genossenschaft die Neubauvorhaben der SWG bei einer Bustour in Augenschein nehmen und sich über die Baufortschritte informieren.

Dass die SWG mit ihrer Entscheidung für die Hafenkante richtig liegt, beweist die Nachfrage: "Zu Baubeginn sind nahezu die Hälfte der Wohnungen bereits vermietet", sagt Vorstand Wilfried Wollmann. "Und das ohne besondere Werbemaßnahmen." Seeblick von jeder Wohnung aus, Tiefgaragenplatz, bodentiefe Fenster, großräumiger Wohnbereich mit offen zugänglicher Küche, Fußbodenheizung, verschiebbare Verschattungselemente an Balkonen und Fenstern - HQ 9 bietet viele Annehmlichkeiten und wird bestimmt ein Hingucker, ist Wollmann sicher.

Ein zweiter Neubau ragt mittlerweile schon weiter aus dem Erdboden: In der Pilaer Straße 2a/b entstehen 35 hochwertige Mietwohnungen. Das imposante, teils drei- und teils viergeschossige Gebäude ist der Schlusspunkt der so genannten Seeterrassen zwischen Berliner Platz und Zoo. Der Neubau allein verschlingt 4,7 Millionen Euro, weitere 1,3 Millionen werden für die aufwändige Wohnumfeldgestaltung mit Aufschüttungen und Mietergärten berechnet.

"In diesem Quartier hatten wir früher 310 Wohnungen im Bestand, nach dem Rückbau sind davon noch 167 geblieben", erklärt Bauingenieurin Gabriele Szymanski. Die 38 Neubauwohnungen kommen zusätzlich dazu und sollen die Nachfrage nach anderen Zuschnitten decken. Denn in den alten Plattenbauten ist vieles machbar, aber eben nicht alles. 20 Zwei-Raum-Wohnungen (47 bis 71 Quadratmeter) und 18 Drei-Raum-Wohnungen (77 bis 93 Quadratmeter) entstehen derzeit in Neu Zippendorf, die Miete liegt kalt zwischen 8 und 8,50 Euro pro Quadratmeter, so die SWG. Das Haus ist energieeffizient, die Warmwasseraufbereitung wird durch Thermo solarkollektoren auf dem Dach unterstützt. Das soll für geringe Energieverbräuche in den Räumen sorgen. 25 Wohnungen sind bereits vermietet. Leider musste sich die SWG von der Idee der Senioren-WG verabschieden. 94 Quadratmeter waren vorgesehen, die sich zwei ältere Menschen teilen sollten, mit einer großen Küche samt Loggia im Mittelpunkt und zwei individuellen Wohn-Schlaf-Bereichen. Für diese moderne Lebensform konnte sich bislang aber niemand erwärmen.

Zurzeit werden gerade die Außenmauern des linken Dreigeschossers gedämmt, demnächst kommen die Fenster und vor allem der Fernwärmeanschluss, der die Innen-Ausbauten im Winter über möglich macht. "Von der Stadt haben wir die Zusage erhalten, dass sie im Anschluss an die Bauarbeiten die Gehwege instand setzt mit neuer Beleuchtung.

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