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Wettkampf in Schwerin : Nasser Spaß für 2500 Schüler

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Fast alle Schweriner Schulen schickten Teams zum Drachenbootrennen auf den Faulen See: Sportgymnasiasten holten die meisten Siege

von
erstellt am 16.Jun.2017 | 21:00 Uhr

Für den Cheforganisator der Schülermeisterschaften im Drachenboot, Christoph Richter, begann der Tag gestern perfekt: Punkt neun Uhr starteten die ersten Boote zum 250-Meter-Rennen auf dem Faulen See, wenig später standen die Ergebnisse im Internet. Auf dem Gelände der Kanurenngemeinschaft (KRG) herrschte fröhliches Geplapper, ein bisschen Aufregung und viel Sportsgeist. Und das Sahnehäubchen: Die Meteorologen hatten daneben gelegen. Statt Dauerregens und Sturm herrschte bestes Paddelwetter. „Aber natürlich wissen die Kinder, dass Drachenboot ein Wassersport ist“, sagt Richter. „Da darf man auch mal von oben nass werden.“

Die meisten der rund 2500 Schüler der Klassenstufen 3 bis 13 hatten sich ohnehin auf widrige Wetterverhältnisse eingestellt. Die Sechstklässler aus dem Team „Walli Deluxe“ fanden sogar, dass sie am besten bei Gegenwind fahren. Davon gab es reichlich, so dass sie im B-Finale aufs Siegertreppchen kamen.

Fast alle der 101 Teams aus Schwerin, Stralendorf, Crivitz, Cambs, Leezen, Sternberg und – als besonderer Gast – Heilbronn hatten in diesem Jahr schon auf dem Faulen See trainiert, auch das gehört zum Angebot der Renn-Organisatoren. Ab März geht es aufs Wasser, sagt Richter. Das sei dann zwar noch eiskalt, kentern sei mit einem Drachenboot aber fast unmöglich. „In den vergangenen zehn Jahren ist das nicht einmal passiert“, sagt er. Mit verantwortlich dafür sind die vielen Drachenboot-Profis, die die Jugendlichen unterstützen. 14 Steuerleute stellt die Kanurenngemeinschaft, sie trainierten mit den Schülern und waren gestern fast ununterbrochen im Einsatz. Rund 50 Leute gehören zum ehrenamtlichen Team auf den Booten, am Steg, auf der Strecke, dem Gelände, hinter den PCs. Sie halfen auch beim Aufbau am Donnerstag, viele nahmen sich dafür Urlaub. Richters Dank gilt den Arbeitgebern sowie den vielen Sponsoren von den Stadtwerken bis zur SWG. Und natürlich den Schulsportlehrern, deren Engagement es zu verdanken sei, dass wieder mehr als 100 Mannschaften in zwölf Booten an die Paddel gingen. Richter: „Das zeigt uns, dass die Schülermeisterschaften auch in ihrem 23. Jahr nichts von ihrer Bedeutung verloren hat.“

Der SWG-Pokal für die erfolgreichste Schule ging ans Sportgymnasium – zum dritten Mal in Folge, daher darf die Schule den Wanderpokal jetzt behalten. Zweiter wurden die Neumühler Schüler, auf Platz drei landete die Freie Waldorfschule.

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