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Rekord in Schwerin : Nahverkehr fährt Fahrgast-Plus ein

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Größter Anstieg seit Jahren: 3,2 Prozent mehr Kunden in Bussen und Straßenbahnen / Ticketpreise bleiben stabil

von
erstellt am 24.Jan.2017 | 21:00 Uhr

Der Schweriner Nahverkehr fährt in der Erfolgsspur. 3,2 Prozent mehr Fahrgäste in Bussen und Bahnen zählte das Unternehmen im vergangenen Jahr. Im Vergleich zu 2015 erhöhte sich die Zahl der beförderten Personen um 514 844 auf 16 582 433. „Der größte Anstieg der Fahrgastzahl in den zurückliegenden Jahren“, sagt Geschäftsführer Norbert Klatt. Trotz der Großbaustelle in der Wittenburger Straße und der Diskussion etwa um die Streckenführung der Buslinie 7 durch die Gartenstadt hätten die Kunden dem Nahverkehr die Treue gehalten. Knapp 150 000 Euro habe der Verkehrsbetrieb 2016 durch den Ticketverkauf mehr eingenommen als im Jahr zuvor, so Klatt.

Gefragteste Linie im Netz des Schweriner Nahverkehrs war auch im vergangenen Jahr die Straßenbahnlinie 2 (Lankow Siedlung – Hegelstraße) mit 6,8 Millionen Fahrgästen, gefolgt von der Linie 1 (Kliniken – Hegelstraße) mit 3,7 Millionen und der Linie 4 (Neu Pampow – Kliniken) mit 1,1 Millionen beförderten Personen. Bei den Bussen fuhren wieder die Linien 10 und 11 (Buchenweg – Bleicherufer) mit 1,3 Millionen Fahrgästen vorneweg, gefolgt von der Linie 7 (Hauptbahnhof – Krebsförden) mit 745 000 und der Linie 16 (Kantstraße – Görries) mit 638 000 Beförderten.

Auf der Linie 6 (Stauffenbergstraße – Mueß-Ausbau) musste der Nahverkehr 2016 allerdings im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang an Fahrgästen von mehr als 40 Prozent hinnehmen, weil die Busse nach einer Entscheidung des Landkreises Ludwigslust-Parchim nicht mehr bis nach Pinnow und Raben Steinfeld fahren dürfen, wie Nahverkehrs-Chef Klatt erläutert. Fast doppelt so viele Gäste wie im Jahr 2015 waren demgegenüber im vergangenen Jahr auf der Buslinie 9 (Stauffenbergstraße – Stern Buchholz) unterwegs, auf der der Nahverkehr zusätzliche Fahrten anbot.

Insgesamt 6418 Fahrgäste wurden im Jahr 2016 ohne gültiges Ticket ertappt – 329 weniger als im Jahr zuvor. Die Schwarzfahrer-Quote habe auch im vergangenen Jahr bei etwa einem Prozent gelegen, erklärt Klatt. Den Schaden für den Nahverkehr beziffert er auf rund 300 000 Euro.

Auf eine weitere Tariferhöhung müssten sich die Schweriner in diesem und im nächsten Jahr nicht gefasst machen, versichert der Geschäftsführer. 2015 hatte der Nahverkehr die Ticketpreise um 20 Prozent angehoben und das Jahr dann auch mit einem Dämpfer bei der Fahrgastzahl abgeschlossen.

Einen Fahrplanwechsel wird es nach Angaben von Klatt voraussichtlich im Juli geben – wenn die Bauarbeiten in der Wittenburger Straße abgeschlossen sind und die Straßenbahn-Linie 2 sowie die Buslinien 12 und 14 wieder über die Wittenburger Berg rollen können. Die Straßenbahnlinie 4 soll auf Wunsch vieler Fahrgäste weiterhin zwischen Süd und Klinikum pendeln.

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