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Zeitung für die Landeshauptstadt

14. Dezember 2017 | 11:18 Uhr

Lübstorf : Nahbus-Chef: Keine Abstriche

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Verkehrsbetrieb von Nordwestmecklenburg setzt bei Linien nach Pingelshagen und Lübstorf noch auf Einigung mit Schwerinern

von
erstellt am 14.Okt.2015 | 15:00 Uhr

„Es darf keine Verschlechterungen für die Bürger geben“, sagt Nordwestmecklenburgs Landrätin Kerstin Weiss zum Thema Nahverkehr. Jörg Lettau, Geschäftsführer vom kreiseigenen Verkehrsbetrieb Nahbus, ist der Mann, der dieses Versprechen umsetzen muss. Seine Aufgabe ist es, den Nahverkehrsplan mit dem Ausbau der Busverkehrs zu organisieren. Und zu 95 Prozent steht der neue Fahrplan, betont Lettau gestern gegenüber SVZ. Fast alle offenen Fragen betreffen dabei die Anbindung von Pingelshagen sowie Seehof und Lübstorf – also die Linie, die seit Jahrzehnten der Schweriner Nahverkehr anbietet, jenseits der Stadtgrenze im Auftrag des Landkreises und mit finanzieller Unterstützung der drei Gemeinden.

Wenn es nach Lettau geht, soll es auch genau so bleiben: „Ich setze darauf, dass wir uns mit dem Schweriner Nahverkehr noch einig werden.“ Und das gelte nicht nur für Pingelshagen, wo es genau um eine Station an der Wendeschleife geht, sondern auch für die Busse nach Seehof, Hundorf, Lübstorf und Wiligrad. Die letztgenannte Strecke hat der Schweriner Nahverkehr bei seiner Fahrplangestaltung für 2016 rausgenommen, da die städtische Gesellschaft dafür keine Konzession mehr erhalten hat (SVZ berichtete). Die politische Unterstützung für diesen Kurs hat Lettau. Landrätin Weiss: „Sollten diese Gespräche nicht zum Erfolg führen, werden Schwerins Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow und ich dieses Thema an uns ziehen.“

Der Nahbus-Geschäftsführer muss für den Fall des Scheiterns dennoch einen Plan B in der Schublade haben: „Dann müssen wir den Nahverkehr für Lübstorf und Seehof mit eigenen Bussen absichern – im bisherigen Umfang.“ Das wäre eine zusätzliche Herausforderung bei der Mammutaufgabe neuer Nahverkehrsplan in Nordwestmecklenburg. Doch Lettau ist zuversichtlich, dass das klappt. Und zwar vom ersten Tag des neuen Jahres an.

Mit dem neuen Verkehrskonzept will Nordwestmecklenburg deutlich mehr Fahrgäste in die Busse seines Betriebes locken. Schneller Verkehr aus sieben Hauptachsen, Verknüpfung der Hauptlinie in Schwerin, Wismar, Gadebusch und Grevesmühlen – auch mit dem Zugverkehr. Hinzu kommt die Einbindung der Fläche u.a. über die Strecken mit Schülerbeförderung sowie für abseits gelegene Dörfer mit Rufbussen.

Durchs Umland bis zum Schweriner Hauptbahnhof führen gleich drei Hauptachsen, in denen im Berufsverkehr stündlich, außerhalb alle zwei Stunden gefahren werden soll. Das sind Lübeck – Gadebusch – Schwerin; Boltenhagen – Grevesmühlen – Mühlen Eichsen – Schwerin sowie Insel Poel – Wismar – Bad Kleinen – Schwerin. Gerade mit den Touren bis an die Ostseeküste will Nahbus auch den Schwerinern ein touristisches Angebot unterbreiten, unterstreicht Lettau. Allerdings müssen die Fahrgäste umsteigen – in Grevesmühlen bzw. Wismar.

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