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24. Oktober 2017 | 04:20 Uhr

Nagelprobe für 2013

vom

svz.de von
erstellt am 04.Dez.2011 | 08:09 Uhr

Mit seinem leidenschaftlichen Plädoyer für die europäische Einigung hat Helmut Schmidt den Nerv der Sozialdemokraten getroffen. Als Kanzler war er keineswegs immer in Einklang mit seiner Partei. Die Sozialdemokraten machen es ihren Führungsfiguren meist nicht leicht. Die aktuelle Spitze um Parteichef Sigmar Gabriel ist in den ersten zwei Jahren ihres Wirkens von allzu kräftigem Flügelschlagen und Attacken verschont geblieben. Die Partei scheint gelernt zu haben. Auch die drei potenziellen Kanzlerkandidaten bilden derzeit noch eine einträchtig wirkende Troika. Sie scheuen sich vor Profilierung auf Kosten der jeweils anderen. Der Parteitag wird nun zur Nagelprobe für den Willen und die Fähigkeit der Sozialdemokraten, zum ernst zu nehmenden Anwärter auf die Regierungsführung im Bund 2013 zu werden. Fallstricke gibt es genügend. Der Kurs massiver Steuererhöhungen ist kein Wahlkampfschlager. Sollte die Parteilinke bei Steuern und Rente noch erfolgreich draufsatteln, dürfte die SPD einmal mehr als Steuererhöhungspartei wahrgenommen werden. Steinmeier und Steinbrück könnten mit einem solchen Programm nicht glaubwürdig als Kanzlerkandidaten antreten. Und einem Kandidaten Gabriel wäre der Wahlkampf nicht erleichtert.

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