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Zeitung für die Landeshauptstadt

21. November 2017 | 02:01 Uhr

Politik in Retgendorf : Näher am Menschen sein

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Unabhängige Wählergemeinschaft für Gemeinde Dobin am See gegründet und weitere Mitstreiter haben sich schon gemeldet

svz.de von
erstellt am 26.Okt.2017 | 12:00 Uhr

„Lass es uns versuchen“ lautete am Ende das Fazit, nachdem die Gründungsmitglieder in der Gemeinde Dobin am See lange mit dem Gedanken schwanger gingen, eine Unabhängige Wählergemeinschaft zu gründen. Das Ziel: „Wir wollen Politik transparenter und Bürger näher machen. Wir haben uns jetzt gegründet, um genug Vorlauf zu haben, uns bis zu den Kommunalwahlen 2019 einen Namen zu machen“, sagt Günter Ebert. Gemeinsam mit Brigitte Happe, Volker Paepcke, Ludwig Gietl und Jürgen Roschmann gehört der Sprecher der Gruppe zu den Gründern. Mittlerweile sind die Retgendorfer zehn Personen, die die Unabhängige Wählerschaft bilden. „Dazu gehören auch Aktive aus Liessow und Flessenow. Wir wollen ein Wählergruppe für die Bürger aller Ortsteile der Gemeinde Dobin am See sein“, erklärt Günter Ebert.

Der Vater von zwei Kindern lebt mit seiner Frau seit einigen Jahren im Ort. „Ich bin regelmäßig bei den Gemeindevertretersitzungen und informiere mich. Die Vertretung ist mit 13 Leuten gut besetzt, sie machen auch etwas für die Gemeinde. Nur meiner Meinung nach nicht dort, wo es sinnvoll wäre“, so Günter Ebert. Er und seine Mitstreiter plädieren zum Beispiel für einen „adäquaten Gemeinderaum“. Der ehemaligen Jugendclub an der Seestraße, dessen Räume derzeit zur allgemeinen Nutzung dienen, sei nicht angemessen, da er „nicht mal barrierefrei ist und wenig zum Verweilen einlädt“. Man wolle eine „soziale Infrastruktur“ schaffen. „Ein nachhaltiges Zukunftskonzept für die Gemeinde ist eine große Herausforderung. Niemand hat ein Patentrezept, aber daran mitzuarbeiten, ist Aufgabe und Recht aller Bürger“, formuliert es die Gruppe in ihren bereits gedruckten Flyern mit der Überschrift „Das hat Zukunft“.

Als ehemaliger Berufssoldat hat Günter Ebert mit seiner Familie nicht nur in den USA gewohnt, sondern auch in anderen Orten in Deutschland. Retgendorf sei für ihn eher ein „Schlafdorf“, das heißt ein Ort, in dem die Leute nur wohnen, aber nicht wirklich aktiv miteinander als Dorfgemeinschaft leben. „Dabei hat der Ort so viel Potenzial“ , urteilt Ebert. „Das Thema altersgerechtes Wohnen wollen wir ebenso angehen“, so Ludwig Gietl. Auch die ärztliche Versorgung, die Anbindung an Schwerin – Stichwort Bürgerbus – sollen Themen der UWG Dobin am See sein. Ihrer Meinung nach könnte man einiges „besser machen“, auch mal Leader-Mittel beantragen.

Den Mitglieder ist es aber ebenso wichtig zu sagen, dass sie nicht allgemein alles „schlechtmachen“, sondern eher Potenziale anders nutzen wollen.

Der Zeitpunkt der Gründung habe übrigens nichts mit dem Rücktritt des ehemaligen Bürgermeisters Rüdiger Piehl zu tun (SVZ berichtete), der die unabhängigen Wählergemeinschaft „Bürger für Dobin“ vertrat. Außerdem vertreten sind derzeit noch die CDU, Die Linke und SPD . „Wir haben uns bereits Anfang September gegründet“, sagt Ebert.

Die Gründer der Unabhängigen Wählergemeinschaft suchen noch weitere Mitstreiter. Wer Lust hat, ist eingeladen mitzumachen und kann sich im Internet unter www.uwg-dobin-am-see.de informieren oder telefonisch unter 0172/6983292 melden.



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