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Stralendorfer Produktion : Nächster Schub für Fahrzeugbauer

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Firma Junge steckt vier Millionen Euro in den Standort Stralendorf und baut eine komplett neue Produktionslinie auf

von
erstellt am 25.Mär.2017 | 16:00 Uhr

Das größte Geschenk zum silbernen Jubiläum von Fahrzeugbau Junge in Stralendorf macht sich die Firma selbst. Vier Millionen Euro werden in den nächsten beiden Jahren in den Ausbau des Mecklenburger Standortes gesteckt. „Wir bauen hier eine komplett neue Produktionslinie auf“, verrät Geschäftsführer Bernd Mundhenk. Sowohl der „Loadstar“ als auch der „Lightstar“ sollen in Stralendorf gebaut werden. Das sind die neuen, am Hamburger Firmensitz entwickelte Aufbauten für Laster- und Kleintransporter-Karosserien. Der „Loadstar“ wird bereits am zweiten Produktionsstandort bei Karlsruhe gebaut. Nun wird auch Stralendorf für die industrielle Produktion dieser Spezialfahrzeuge fit gemacht, die die Firma Junge im vorigen Jahr auf der IAA für Nutzfahrzeuge in Hannover präsentierte. „Und der ,Lightstar’ wird dann ausschließlich hier entstehen“, fügt der Stralendorfer Werkleiter Patrik Hennings stolz hinzu.

Zu den derzeit rund 100 Junge-Beschäftigten in Mecklenburg werden daher um die 20 hinzukommen. „Wir bilden unsere Leute selbst aus. Doch das reicht nicht“, betont Hennings. Denn Fachleute sind immer gefragt, Karosserie- und Fahrzeugbauer, Mechatroniker, Lackierer, Elektriker und Lagerlogistiker besonders.

„Das wird der nächste große Schub für Stralendorf“, betont Seniorchef Bernd Junge. „Aber die Männer packen das.“ Der Unternehmer sieht in den anstehenden Veränderungen eine noch größere als in dem Wandeln in den zurückliegenden 25 Jahren. „Die Leute hier beherrschen ihr Handwerk“, hebt Junge hervor. Genau das war vor 25 Jahren das große Plus und ein Grund, warum sich Bernd Junge überreden ließ, den Kreisbetrieb für Landtechnik zu übernehmen. Am Hamburger Sitz der erst 1982 gegründeten Fahrzeugbaufirma gab es zu dem Zeitpunkt keine Erweiterungsmöglichkeiten.

Deshalb wurde die Produktion nach Stralendorf verlegt, Ein zweistelliger Millionenbetrag floss in den Um- und Ausbau, aus den Werkstätten wurden Produktionshallen mit Taktfertigung: Vorn wurde eine Lkw-Karosse reingefahren, hinten kam diese mit dem gewünschten Aufbau raus. „Nun stellen wir auf Modulbauweise um, auf eine industrielle Produktionslinie“, erläutert Bernd Mundhenk. Und neu ist für Junge aus, dass mit „Loadstar“ und „Lightstar“ zwei Eigenentwicklungen den Kern der Fertigung ausmachen werden. „Natürlich bauen wir weiterhin Spezialauflieger – je nach Kundenwunsch“, fügt Hennings an.

Trotz des Blicks nach vorn, schauen die Junge-Mitarbeiter gern und stolz zurück. Schweriner IHK und Handwerkskammer haben sich für die nächsten Tage angekündigt, um zum silbernen Jubiläum zu gratulieren. „ Und mit allen Leuten gefeiert wird auch“, betont Bernd Junge. Im Frühsommer steigt ein großes Fest für die Mitarbeiter und deren Familien.

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