Brandschützer in Not : Nachwuchssorgen bei Feuerwehr

Unverzichtbare Helfer: Die Mitglieder der freiwilligen Feuerwehren der Stadt sichern auch Laternenumzüge ab wie hier im vergangenen Herbst.
Unverzichtbare Helfer: Die Mitglieder der freiwilligen Feuerwehren der Stadt sichern auch Laternenumzüge ab wie hier im vergangenen Herbst.

Weniger Mitglieder und fehlendes Geld für neue Technik in freiwilligen Wehren / Stadt erhöht Entschädigungspauschale

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14. März 2014, 08:00 Uhr

Die Zahl der aktiven Feuerwehrangehörigen in den sieben Mitgliedsfeuerwehren des Verbandes liegt deutlich unter dem Vorjahresniveau. Waren Ende 2012 noch 222 aktive Feuerwehrleute registriert, sind es jetzt nur noch 181. Der demografische Wandel zeigt sich in einer steigenden Zahl von Angehörigen der Ehrenabteilungen, aber auch in Form sinkender Mitgliederzahlen in den Jugendfeuerwehren. Hier müssen die Mitgliedsfeuerwehren in Zukunft neue Lösungsansätze erproben, hatten die Verantwortlichen bereits vor einem Jahr gewarnt.

Hinzu kommen die Probleme bei der Ausstattung. Die Sicherstellung der Verfügbarkeit von Dienst- und Schutzbekleidung für die Aktiven und Jugendfeuerwehrmitglieder wird immer mehr zur Herausforderung, teilweise ist die Bekleidung bereits älter als 20 Jahre. Auch der Fuhrpark ist nicht zeitgemäß. Das Gros der Einsatzfahrzeuge wurde in der zweiten Hälfte der 90er-Jahre beschafft. Auch die Gerätehäuser in Warnitz und Wüstmark sollen schon lange verbessert werden, gerade im Winter ist es im Innern kaum wärmer als draußen.

Ein kleines Zeichen der Wertschätzung der Arbeit hat die Stadtspitze rückwirkend zum Jahresanfang festgelegt: Wehrführer, ihre Stellvertreter und Mitglieder der freiwilligen Wehren mit Sonderaufgaben wie Jugend- oder Gerätewarte bekommen etwa ein Drittel mehr Entschädigung. Ein stellvertretender Jugendfeuerwehrwart erhält nun beispielsweise 17 statt wie bisher 12,78 Euro.

Die städtischen Ausgaben für die freiwilligen Wehren erhöhen sich damit in diesem Jahr von 19 000 auf 29 000 Euro. Die zusätzliche Ausgabe soll laut Vize-OB Dr. Wolfram Friedersdorff durch Einsparungen in anderen Bereichen ermöglicht werden.

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