zur Navigation springen
Zeitung für die Landeshauptstadt

20. Oktober 2017 | 01:34 Uhr

Feuerwehr : Nachwuchs rund um die Uhr aktiv

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Mirower Feuerwehrleute organisierten für ihre Jugendtruppe eine 24-Stunden-Übung mit sieben Einsätzen.

von
erstellt am 19.Okt.2015 | 08:00 Uhr

So viele Einsätze in einer Zeitspanne von 24 Stunden haben die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Mirow nie zu absolvieren. Ihr Nachwuchs schon: Sieben Mal mussten die zwölf Mädchen und Jungen der Jugendwehr zwischen Freitag- und Sonnabendabend raus – nachts wurden sie auch aus den Betten „geschmissen“. Es waren zwar nur Übungen. „Aber wir haben alles so vorbereitet, wie es tatsächlich passieren kann“, betont der stellvertretende Wehrführer Jens Karnatz.

So war eine Katze zu retten, auch wenn im Baum lediglich ein Plüschtier saß. Das außer Kontrolle geratene Herbstfeuer stellte ebenfalls keine Gefahr dar. Für die Überschwemmung wurde zuvor ein Wiesenweg geflutet. Die Rauchentwicklung in einer Garage war Pyrotechnik zu verdanken. Und die beiden Einsätze auf der Straße – nach einem Sturm und einem Unfall – waren gestellt. Doch in allen Fällen mussten die Nachwuchsblauröcke zeigen, was sie bislang gelernt haben. „Es wurde von Mal zu Mal besser“, lobt Steffen Franz, Feuerwehrmann aus dem Organisationsteam. Nur in einem Fall mussten die Kinder nicht eingreifen: Die Alarmierung durch einen Rauchmelder erwies sich als Fehlalarm. Doch auch nachts um drei Uhr waren die auf den Pritschen im Feuerwehrhaus Schlafenden blitzschnell einsatzbereit.

Auch zwischen den Einsätzen herrschte keine Langeweile: Ausbildung für die 6- bis 17-Jährigen stand auf dem Programm. Sie machten sich mit der Technik der Großen vertraut, ebenso mit dem neuen Notfallkoffer. Ein Kurs in Erster Hilfe fand statt. Jeder übernahm bei Übungen mal die Einsatzleitung. Hinzu kamen Spaß und Geselligkeit – bei Ballspielen und Mahlzeiten. „Auch das ist wichtig für den Zusammenhalt“, unterstreicht Jugendwartin Doreen Karnatz.

Die Idee zu diesem besonderen Ausbildungstag kam den Mirower Feuerwehrleuten, um neue Technik und Kleidung zum Einsatz zu bringen. Denn der Förderverein Sprüttendörpschaft hatte 1600 Euro der Münchner Thüga AG bekommen, private Spenden und Erlöse von Dorffesten brachten weiteres Geld in die Kasse. So konnte die Jugendwehr auch neu eingekleidet werden.

Die 24-Stunden-Aktion fanden die Mädchen und Jungen toll. Es war zwar nicht ihre erste Nacht im Mirower Feuerwehrhaus, aber erstmals war so viel los. „Wir hatten schon damit gerechnet, dass etwas passiert“, erzählt Anton Stapelmann (16). Doch Fülle und Vielfalt des Programms überraschten dann doch. „Es haben auch alle aus der Feuerwehr mitgemacht“, berichtet Jens Karnatz. „Vor einem Monat haben wir mit den Vorbereitungen begonnen.“ Der Spaß, aber auch der gezeigte Einsatzwille der Nachwuchstruppe ist Lohn für die Erwachsenen. Die können sich durchaus vorstellen, dass es in ein paar Jahren eine Wiederholung gibt, damit jeder junge Mirower in seiner Jugendfeuerwehr-Zeit einen Tag lang rund um die Uhr im Einsatz war.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen