Zicklein und Schaflämmer in Zietlitz zu bewundern : Nachwuchs auf dem Kinderbauernhof

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Ausgelassen tobt der Ziegennachwuchs im Gehege umher. Dass es ihm und den anderen Tieren auf dem Kinderbauernhof gut geht, dafür sorgt auch Beate Schwarz. Foto: Heidrun Pätzold

Die kleinen Zicklein im Gehege will jeder sehen, der den Kinderbauernhof Zietlitz in diesen winterlichen Tagen besucht. Und wenn die Kinder den Kleinen ganz nah sein möchten, dürfen sie manchmal sogar ins Gehege.

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27. März 2013, 06:26 Uhr

Zietlitz | Die kleinen Zicklein im Gehege will jeder sehen, der den Kinderbauernhof Zietlitz auch in diesen eher noch winterlichen Tagen besucht. "Wir haben sechs Ziegenlämmer, vier sind knapp fünf Wochen alt, zwei gerade erst geboren", erzählt Manfred Illmann vom Verein Kinderbauernhof. Nachwuchs gab es auch bei den Schafen: Drei kleine Lämmer gehören seit Dezember bzw. seit Januar zur kleinen Herde. "Die Jungtiere sind eine kleine Attraktion auf dem Bauernhof", weiß Beate Schwarz. Sie leistet hier für ein Jahr Arbeit im Bundesfreiwilligendienst (Bufdi). Und wenn die Kinder dem tierischen Nachwuchs ganz nah sein möchten, dürfen sie mit Beate Schwarz ins Gehege. "Die Kinder wollen die kleinen Ziegen streicheln, die im Freien munter und ausgelassen umhertollen", erzählt die Sukowerin.

Zwar sei es in den Wintermonaten generell auf dem Bauernhof ruhiger, so Manfred Illmann, aber einzelne Gäste kommen immer wieder gern nach Zietlitz. Zum Beispiel eine Familie aus Schwerin mit ihren zwei Kindern. Und am vorigen Sonnabend tummelten sich hier sogar mehr als 20 Kinder. Manfred Illmann: "Eine Pekateler Familie hatte zum Kindergeburtstag eingeladen. Gefeiert wurde in der Rundscheune. Die Kinder haben sich die Tiere angeschaut, die hier leben. Dazu gehören neben den Ziegen und Schafen auch Pferde, Tauben, Kaninchen, etliche Hühner und Wellensittiche." Eine Schweriner Grundschulklasse war in diesem Monat ebenfalls zu Gast. Die Schüler fuhren mit der Ola-Bahn von Schwerin nach Sukow, und von dort gehen sie zu Fuß etwa zwei Kilometer auf dem kombinierten Geh- und Radweg nach Zietlitz. Auf dem Bauernhof dürfen die Kinder beim Füttern helfen. Beate Schwarz begleitet die Mädchen und Jungen, sie zeigt ihnen nicht nur den weitläufigen Hof, sie beantwortet auch deren Fragen. Wissen wollen sie zum Beispiel, was die Tiere fressen, welche sich streicheln lassen und was mit den Tieren später passiert. "Da muss man dann auch erklären, dass Schweine, Gänse, Enten oder Kaninchen geschlachtet werden, so wie es auf jedem Bauernhof gang und gäbe ist", sagt Beate Schwarz. Der Zietlitzer Bauernhof will vor allem Kindern Einblicke in das bäuerliche Leben geben. Das sei das erklärte Ziel des Vereins Norddeutscher Kinderbauernhof Zietlitz, der als Träger fungiert, betont Manfred Illmann. "Die Kinder sollen wissen, woher die Milch und die Eier kommen."

Zu Ostern, so meint er, werden wieder mehr Besucher den Weg nach Zietlitz finden. Und mit Beginn der Saison wachse die Zahl der Besucher stetig.

Der lange Winter bescherte den Mitarbeitern zusätzliche Arbeit. Beate Schwarz: "In der Futterscheune muss die Heizung länger anbleiben. Hier lagern Kartoffeln, Rüben, Gemüsereste. Die dürfen keinen Frost bekommen, denn daraus bereiten wir das Futter für die Tiere zu." Und das Wasser zum Tränken müsse in diesen Tagen auch warm sein. Neben Beate Schwarz aus Sukow ist Dieter Petau aus Goldenstädt über den Bundesfreiwilligendienst für ein Jahr angestellt. Das Geld, dass sie für einen Sechs-Stunden-Tag verdienen, sei Taschengeld, mehr nicht, meint die Sukowerin. "Aber ich bin trotzdem gerne hier." Ehrenamtlich unterstützt werden die beiden von Annegret Marten aus Zietlitz, deren Bufdi-Stelle im Februar ausgelaufen ist. Sie macht am späten Nachmittag ihre Runde über den Hof.

Mit zwei geförderten Stellen sei die Arbeit derzeit gerade so zu schaffen, meint Manfred Illmann. Aber mit Beginn des Frühjahrs kommt noch mehr Arbeit auf die Mitarbeiter zu. Im April werden sechs junge Schweine eingestallt, im Mai 50 Enten. Außerdem müssen in den drei Folienzelte Tomaten- und Gurkenpflanzen gesetzt werden. Gemüse, Eier, Fleisch - all das kommt zu großen Teilen der Schweriner Kindertafel zugute. Um die umfangreicher werdende Arbeit künftig zu bewältigen, wäre eine dritte Kraft wenigstens für die Saison hilfreich, so Illmann. Der Verein versuche daher, eine weitere geförderte Stelle aufzutun.

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