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Zeitung für die Landeshauptstadt

24. November 2017 | 12:22 Uhr

Vollsperrung : Nachtschicht auf A-14-Baustelle

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Brücke bei Dreenkrögen muss weichen für das neue Autobahnkreuz Schwerin / A 24 war für zwölf Stunden voll gesperrt

von
erstellt am 14.Dez.2014 | 23:49 Uhr

Es war die letzte große Vollsperrung der Autobahn 24 für den Neubau der Kreuzes mit der A    14 bei Fahrbinde. In der Nacht zu Sonntag ging zwischen den Anschlussstellen Neustadt-Glewe und Wöbbelin für zwölf Stunden auf der Autobahn nichts. Dafür rollte der Verkehr durch diese Orte – problemlos, wie es von der Autobahnpolizei in Stolpe hieß. Pünktlich gegen 9 Uhr waren die Arbeiten erledigt, gegen 9.30 Uhr rollten die Fahrzeuge wieder über die Autobahn 24. Von der nächtlichen Aktion war nur noch wenig zu sehen.

Dabei waren die Bauleute gleich dreifach im Einsatz. Nach der Vollsperrung um 21    Uhr ging es in die Vollen. Direkt am Kreuz wurde der vierte und letzte Teilkörper der Brückenkonstruktion einige Zentimeter abgesenkt und somit in seine endgültige Lage gebracht. Außerdem wurden Brückengestelle errichtet, an denen Verkehrszeichen montiert werden, erläutert Dirk Dannenberg von der Projektgruppe A 14 beim Straßenbauamt Schwerin.

Hauptprojekt in der Nachtschicht war aber der Abriss einer Brücke bei Dreenkrögen. Dieses Anfang der 1970er-Jahre mit der Autobahn Hamburg-Berlin errichtete Bauwerk musste Platz für die Fahrbahnschleifen des neuen Autobahnkreuzes machen. Der Verkehr muss jetzt über die B 106 bei Fahrbinde rollen. Das Problem dort war nur, dass die bisherige Brücke keine Radwegstreifen hat. Doch mit dem Bau einer Behelfsbrücke wurde Abhilfe geschaffen. Radfahrer kommen nun an der neuen Stelle sicher über die A 24. Das Bauwerk bei Fahrbinde wird auch den gesamten Straßenverkehr aufnehmen, wenn die parallel stehende B-106-Brücke abgerissen und durch einen Neubau ersetzt wird. Einen Termin dafür gibt es aber noch nicht, so Dannenberg. Das neue Bauwerk ist dann der endgültige Ersatz – auch für die jetzt abgerissene Brücke bei Dreenkrögen.

Diese Brücke war ohnehin nicht mehr im besten Zustand und hätte in naher Zukunft erneuert werden müssen. Dank des Weiterbaus der A 14 ist das Probleme gleich aus der Welt geschafft worden. Die alte Brücke dient aber noch der Forschung: Zwei der Spannbetonteile wurden vorsichtig auf der Konstruktion genommen. Sie werden an die Hochschule Wismar gebracht und dort untersucht. Schließlich gibt es überall Probleme mit den Spannbetonbrücken aus den 1970er-Jahren.

Die meisten Teile der gut 900 Tonnen schweren Beton-Stahl-Konstruktion wurden mit Spezialgeräten wie Hydraulikzange und Stemmhammer von den Fachleuten einer Rostocker Abbruchfirma Stück für Stück abgeknabbert. Fünf Bagger waren dafür im Einsatz. Die Teile fielen in ein aus 1000 Kubikmeter Kies bestehendes Sandbett, das zuvor auf die Fahrbahnen der Autobahn gelegt worden war. Alles musste am Ende der Nachtschicht wieder abgeräumt werden.


Noch bis zum Frühjahr Umleitung für A 14


Die Bauarbeiten am Kreuz werden über den Winter fortgeführt. Dazu wurden schon große Zelte aufgebaut. Zu kurzzeitigen Sperrungen der A 24 für die Aufstellung weiterer Verkehrsschilder-Brücken kann es da noch kommen, so Dannenberg. Spätestens im Mai jedoch soll der Verkehr von und gen Norden über das Autobahnkreuz rollen: Die von Schwerin kommende A 14 ist dann wieder bis zur A 24 frei befahrbar – in beide Richtungen. Die Autobahn-Umleitung über die B 106 durch Fahrbinde kann dann aufgehoben werden. In Richtung Süden, bis zur B 5 zwischen Ludwigslust und Grabow, soll die A 14 Ende nächsten Jahres fertig sein. Und der Weiterbau in Richtung Brandenburg ist gerade angelaufen.

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