Haushaltsservice in Schwerin : Nachschub an Möbeln stockt

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Sortieren Gläser, Tassen und Vasen: Arbeitslosenzentrumsleiterin Silvia Piechowski und Petra Fenner (v.r.). Geschirr gibt es noch ausreichend im Haushaltsservice, aber es fehlt vor allem an Möbeln für bedürftige Menschen.
Sortieren Gläser, Tassen und Vasen: Arbeitslosenzentrumsleiterin Silvia Piechowski und Petra Fenner (v.r.). Geschirr gibt es noch ausreichend im Haushaltsservice, aber es fehlt vor allem an Möbeln für bedürftige Menschen.

Immer mehr Bedarf in der Stadt: Seit 15 Jahren gibt es den Haushaltsservice des Arbeitslosenverbandes – Spenden sind gern gesehen

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08. Oktober 2018, 12:00 Uhr

Tische, Stühle und Regale, Bekleidung für Kinder und Erwachsene, Decken und Geschirr, Bücher und CDs, Spielzeug und sogar Faschingskostüme. Beim Haushaltsservice des Arbeitslosenverbandes gibt es viele Sachen. Und doch fehlt es der Einrichtung im Haus der Begegnung an Nachschub. Besonders an Möbeln. „Die Nachfrage ist groß“, sagt die Leiterin des Arbeitslosenzentrums, Silvia Piechowski. „Was an Spenden herkommt, geht auch gleich wieder heraus.“

Tatsächlich geben sich die Kunden in der Perleberger Straße die Klinke in die Hand. Arbeitslose, Alleinerziehende und Flüchtlinge nutzen das Angebot, genau wie viele ältere Menschen mit einer schmalen Rente. Die gebrauchten, aber gut erhaltenen Artikel, die zu einem günstigen Preis abgegeben werden, sind begehrt. „Es gibt in unserer Stadt immer mehr Bedürftige“, berichtet Silvia Piechowski.

Um den Service im Haus der Begegnung aufrechterhalten zu können, sind Silvia Piechowski und ihr Team weiterhin auf Spenden angewiesen. „Wer eine Couchgarnitur oder andere Möbel, die für kleinere Wohnungen geeignet sind, abgeben möchte, sollte sich unbedingt bei uns melden“, bittet die Leiterin des Arbeitslosenzentrums. „Wir holen die Dinge auch ab.“ Gebrauchsfähig sollten die Einrichtungsgegenstände aber noch sein, so Piechowski.

Apropos: Vier Altkleider-Container hat der Arbeitslosenverband im Stadtgebiet aufgestellt. „Leider gibt es immer wieder auch Menschen, die diese Behälter nutzen, um ihren Unrat zu entsorgen“, sagt Silvia Piechowski. Schmutzige Wäsche, gebrauchte Windeln und Essensreste hätten sich unter anderem schon in den Containern gefunden. „Es ist oft ein Jammer.“

Seit etwa 15 Jahren bietet der Arbeitslosenverband den Haushaltsservice an. „Wir haben viele Stammkunden, manche kommen mehrmals am Tag, um zu schauen, was es Neues gibt, aber auch um ein bisschen Abwechslung vom Alltag zu haben“, erzählt Piechowski.

Wer den Aktiven um Silvia Piechowski helfen möchte, erreicht das Arbeitslosenzentrum unter der Telefonnummer 0385/3978163 oder per E-Mail an salz-schwerin@hdb-sn.de.

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