Ärger um Szene-Bar : Nach Räumung wächst Druck auf „Rockpalast“

Die Stadt hat den Rockpalast versiegeln lassen.
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Die Stadt hat den Rockpalast versiegeln lassen.

Nachdem die Polizei die Szene-Bar in der Nacht zu Sonntag „wegen Bruchs einer amtlichen Versiegelung“ räumte, steht die Eröffnung offenbar weiter in den Sternen.

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14. Juli 2014, 22:00 Uhr

Der Lärm um den „Rockpalast“ reißt nicht ab: Nachdem die Polizei die Szene-Bar in der Nacht zu Sonntag „wegen Bruchs einer amtlichen Versiegelung“ räumte, steht die Eröffnung in der Goethestraße 73 offenbar weiter in den Sternen. „So sehr der Rockpalast die Schweriner Bar-Szene auch bereichern würde, so wenig können wir Lärmbeschwerden aus der Nachbarschaft ignorieren“, sagt Bauamtsleiter Günter Reinkober. Zwar liege mittlerweile ein Lärmschutzgutachten vor, das allerdings einige Fehler aufweise. Außerdem stehe weiterhin ein Brandschutzgutachten aus, so der Amtsleiter. Das sei besonders in solchen Mischgebieten wichtig, aber auch relativ problemlos zu bekommen. Eine offizielle Betriebserlaubnis stehe weiter aus. „Weil um den und über dem ,Rockpalast’ Schweriner wohnen, müssen die Vorschriften eingehalten werden“, so Reinkober weiter. Im „Rockpalast“ sollen entgegen amtlicher Vorgaben in den vergangenen Monaten mehrmals Getränke ausgeschenkt worden sein. Die Stadt hatte Reinkober zufolge deshalb am 8. April zunächst ein Zwangsgeld verhängt und die Bar am 22. Mai erstmalig amtlich versiegelt. Damit wurde eine Nutzung der Räume offiziell untersagt. „Der Aufkleber war seitdem viermal gebrochen worden, jüngst am vergangenen Sonnabend“, so Reinkober. Mehrere Beamte räumten den Rockpalast. Der Inhaber der Bar hat sich sehr kooperationsbereit gezeigt und die etwa 20 Personen selbst zum Gehen aufgefordert, wie Polizeisprecher Steffen Salow mitteilt. „Es ist alles ruhig verlaufen“, sagt er. Am Sonntagmorgen um 2.50 Uhr war der Einsatz vorbei. Weil das Siegel aufgebrochen worden sei, handle es sich um eine Straftat, die von der Polizei geahndet werden müsse, so Salow.

In der Vergangenheit hatte es bereits Probleme mit den „Rockpalast“ gegeben. Nach Angaben der Stadt fehlten Monate lang notwendige Unterlagen, um den Betrieb der Szene-Bar zu genehmigen. Das Konzept einer Metal- und Rockbar scheint bei vielen auf Sympathie zu stoßen. Mehrere hundert Fans hatten per Unterschrift ihre Zustimmung bekundet. Die Liste habe der „Rockpalast“-Inhaber der Verwaltung gegeben, so Reinkober.

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