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Schweriner Nahverkehr reagiert auf SVZ-Vorschlag : Nach Feierabend günstig parken

vom

Der Schweriner Nahverkehr plant um: Auf dem Parkplatz "Altstadt" an der Grünen Straße wird vom 1. Mai an eine neue Nachtpark-Regelung eingeführt. Für zwei Euro kann ein Auto von 17 bis 7 Uhr ab gestellt werden.

svz.de von
erstellt am 29.Apr.2013 | 06:48 Uhr

Schwerin | Der Schweriner Nahverkehr reagiert auf einen Vorschlag unserer Zeitung: Auf dem vom Verkehrsunternehmen bewirtschafteten Parkplatz "Altstadt" an der Grünen Straße wird vom 1. Mai an eine neue Nachtpark-Regelung eingeführt. Für zwei Euro kann künftig ein Auto von 17 bis 7 Uhr ab gestellt werden. "Mit unserem Angebot kommen wir einer Bitte vieler Anwohner nach, die am Abend verzweifelt einen Parkplatz in der Schelfstadt und der Werdervorstadt suchen", sagt Nahverkehrs-Geschäftsführer Norbert Klatt.

Eine monatliche Regelung für nächtliches Parken gibt es auf dem Altstadt- Parkplatz mit etwa 230 Stellflächen bereits: 25 Euro kostet das Ticket, das zum Parken zwischen 18 und 8 Uhr und am Wochenende berechtigt. Darüber hinaus hat der Nahverkehr nach Angaben von Klatt derzeit auch rund 60 Dauerpark-Ausweise für 50 Euro im Monat vergeben. "Mehr Dauerparker können wir auf dem Parkplatz nicht zulassen, denn es sollen ja auch ausreichend freie Flächen insbesondere für Fahrzeuge von Touristen zur Verfügung stehen", so der Nahverkehr-Chef.

Die neue Regelung für die Zeit von 17 bis 7 Uhr soll laut Klatt auch für den künftigen Parkplatz "Am Stadthafen" gelten. Insgesamt rund 100 Stellflächen, darunter zehn Plätze für Wohnmobile, werden auf dem bislang brach liegenden Areal an der Werderstraße gegenüber vom "Werderhof" entstehen. Investitionssumme: rund 400 000 Euro. "Die Baugenehmigung ist erteilt, das Projekt wurde ausgeschrieben", so der Nahverkehrs-Geschäftsführer. "Ich gehe davon aus, dass die Bauarbeiten im Juni beginnen, Mitte Juli könnte der Parkplatz dann fertig sein." Knapp 20 Anwohner hätten sich schon für einen Dauerpark-Platz auf dem Gelände am Stadthafen registrieren lassen.

"Wenn wir uns ansehen, wie viele Parkplätze fehlen, ist das Projekt nur ein Tropfen auf den heißen Stein, aber immerhin eine Möglichkeit, die Lage ein bisschen zu verbessern", hatte die Ortsbeiratsvorsitzende Claudia El Aaraik bei der Vorstellung der Pläne für den neuen Parkplatz des Nahverkehrs gesagt. In der betreffenden Ortsbeiratssitzung waren gleich jede Menge Änderungswünsche formuliert worden - unter anderem auch der Wunsch nach erweiterten Nachtpark-Möglichkeiten. "Die Anregungen des Ortsbeirates nehmen wir gern auf. Wenn sie vernünftig sind und realisierbar, dann setzen wir sie auch um", hatte Nahverkehrs-Chef Klatt zugesichert.

Auch in den Online-Foren unserer Zeitung hatten Leser eifrig über den neuen Parkplatz diskutiert. SVZ bündelte die vorgetragenen Ideen in einem Vorschlag: Der Nahverkehr könnte auf der 3400 Quadratmeter großen Fläche, auf der einst ein repräsentatives Gebäude für die Landeszentralbank errichtet werden sollte, nach dem Vorbild der Marienplatz-Galerie nachts das Parken für einen symbolischen Preis für Anwohner zulassen. Den Bürgern in der Schelfstadt und der Werdervorstadt wäre damit geholfen, und kleine Einnahmen seien für den Nahverkehr schließlich besser als keine, argumentierte unsere Zeitung. Der Nahverkehr habe sich diesen Vorschlag durch den Kopf gehen lassen, sagt Klatt. Das Angebot für die Anwohner liege nun auf dem Tisch.

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