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Direktkandidat in Schwerin : Nach einem Jahr wieder Wahlkampf

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Mathias Engling tritt als Direktkandidat für die Grünen an

von
erstellt am 24.Aug.2017 | 21:00 Uhr

Die Grenze der Wahlkreis 12 und 13 machen Mathias Engling einen Strich durch die Rechnung. Der 30-jährige Wirtschaftsinformatiker wohnt in Schmachthagen bei Grevesmühlen – und damit in dem Teil von Nordwestmecklenburg, der zum Wahlkreis 13 gehört. Doch dort tritt Claudia Müller für Bündnis 90/Die Grünen an. „Ich bewerbe mich im Wahlkreis 12“, fügt Engling hinzu. Dass er sich die eigenen Stimme nicht geben kann, stört den jungen Mann nicht. Er ist sich auch im Klaren, dass er eigentlich keine Chance hat, das Direktmandat in der Region Schwerin, Ludwigslust, Hagenow und Gadebusch zu erringen. „Ich kämpfe um jede Zweitstimme – und vor allem dafür, dass die Grünen drittstärkste Kraft im neuen Bundestags werden“, fügt Engling hinzu. Doch er tritt wie schon vor einem Jahr bei der Landtagswahl wieder als Direktkandidat an. „So habe ich die Möglichkeit, für grüne Positionen zu kämpfen“, betont der 30-Jährige. Denn die Direktkandidaten werden zu Foren und Bürgergesprächen eingeladen. Auf diese Plattformen wollen die Grünen nicht verzichten, auch wenn es bislang nur dem Grünen-Urgestein Hans-Christian Ströbele in Berlin gelungen ist, ein Direktmandat für den Bundestag zu erringen.

Das Scheitern der Grünen bei der Landtagswahl im vorigen September war für den Mann aus Schmachthagen erst recht ein Grund, erneut anzutreten: „Wir sind die Umwelt- und Naturschutzpartei, die wird gebraucht.“ Mathias Engling macht sich so für ein Verbot des Pflanzenschutzmittels Glyphosat stark. „Viele Wissenschaftler sagen, dass Glyphosat für Insekten gefährlich ist“, so der Wahlkämpfer. Die Sorgen der Bauern kann er nachvollziehen, aber Artenschutz und Gesundheit seien wichtiger, als die Vernichtung von Unkraut. Auch die E-Mobilität ist für den Pendler ein wichtige Thema. Denn seit zwei Jahren arbeitet der Wirtschaftsinformatiker in Hamburg. „Noch fahre ich mit meinem alten Studentenauto“, erzählt Engling. Doch das bleibt in der Woche in Hamburg stehen. Zudem spart er auf ein E-Auto. Aber in der Fläche fehle es an E-Tankstellen.

Im Wahlkampf ist der Pendler noch mehr unterwegs als sonst. „Zum Glück habe ich flexible Arbeitszeiten“, erzählt der Wirtschaftsinformatiker. Für den Endspurt im Wahlkampf reicht das aber nicht. Um dann täglich für die Grünen auf Achse zu sein, nimmt Mathias Engling einen Großteil seines Jahresurlaubs.

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